Freude ist IMMER eine Alternative

Vor etlichen Jahren war ich dabei, aus den USA nach Deutschland zurückzukehren. Ich verbrachte meine letzten Tage bei meiner Meisterin und war im Ashram mit meiner Tochter unterwegs. Da sah ich sie aus ihrer Wohnung kommen, einen langen, langen Gang entlang, ein paar Treppen hoch, zu meiner Tochter und mir. Ich war ganz und gar beschäftigt mit meiner Trauer, weil ich meine Tochter zurücklassen würde und mit meiner Sorge um ihr Wohlergehen. Dieses Gefühl hatte mich wie eingedunkelt. Und genau in dieser inneren misslichen Lage kam sie, meine Meisterin, von weitem für mich sichtbar, unvermeidbar auf mich zu. Ich wollte ihr so sicher nicht begegnen, genierte mich (was schon fast lustig anmutet!) in meinem Zustand vor ihr, aber ich konnte einfach nicht von ihm lassen. Ich versuchte, irgendeine Türe zu öffnen, zur Cafeteria, zum Buchladen, zum Tempel, um ihr so aus dem Weg zu gehen. Aber alle waren verschlossen, und sie kam beschwingt und freudvoll auf mich zu.

Meine Tochter war neben mir und freute sich so sehr, meine Meisterin zu sehen, dass sie hüpfend und tanzend auf sie zulief und sie voller Schwung umarmte. „Wie geht es dir?“ rief meine Meisterin meiner Tochter begeistert zu, die mit gleicher Begeisterung „sehr gut“ rief. Und im gleichen Ton und voller Freude fragte sie auch mich, der ein paar Schritte entfernt stand, mit meinem kläglichen Versuch, irgendwie in der Mauer zu verschwinden: „Und dir? Wie geht es dir?“ Mehr als ein gemurmeltes „nicht so gut“ brachte ich nicht raus.

Das muss man sich einmal vorstellen: Es war, was ich damals nur ahnte, bis heute das letzte Mal, dass ich ihr von Person zu Person begegnete.  Und ich war so besetzt von meinen intensiven Gefühlen. Zuerst ging sie an mir vorbei, fast ein wenig hüpfend wie meine Tochter, dann wirbelte sich herum und sah mich intensiv an und sagte: „DU, gerade DU solltest nicht so sein!“ Mir war sofort „klar“, dass sie meinte, ich sollte nicht so fühlen und so entschuldigte ich mich bei ihr, ziemlich erschrocken. Dann stand sie vor mir, fast etwas ungeduldig und schüttelte den Kopf und sagte: „Nein, nein!“ Dann wandte sie sich an ihre Sekretärin, eine 25-jährige Inderin und sagte gleichzeitig zu ihr und zu mir: „Ihr solltet euch treffen und miteinander reden.“ Dann ging sie weiter. Ihre Sekretärin blieb bei mir, und wir machten einen Termin aus.

Vieles kam bei diesem Treffen zur Sprache. Heute, aus der zeitlichen Distanz betrachtet, war das eines der Schlüsselerlebnisse auf dem Weg für mich. Es war eine großartige Kurskorrektur, fein, klar, kraftvoll. Eine Kurskorrektur hin zu mehr Selbstliebe: Die junge Frau sagte mir, meine Meisterin hätte einmal gesagt: „Von allen Menschen, mit denen du Zeit verbringst, verbringst du die meiste Zeit mit dir. Du musst mit dir die engste Freundschaft schließen“, wie das im Yoga immer der Fall ist.

Was ich heute sagen kann, ist, dass Freude immer eine Alternative ist, zu allen anderen Gefühlslagen. Schwere, Bedeutung, Wichtigkeit, Ernsthaftigkeit – das sind in scheinbar schwierigen Lebenslagen die Gegenspieler der Freude in uns. Aber es ist möglich, sie außer Acht zu lassen. Meine Meisterin lud mich damals dazu ein, um der Freude des Augenblicks willen, meine Sorgen fallen zu lassen. Was ich nicht konnte. Noch nicht.

Sehr gut kann ich verstehen, dass viele Yogis auf dem Weg das Gefühl haben, dass Freude sicher NICHT immer eine Alternative ist, weil das Leben eben manchmal zu bedrückend, zu sehr eine Herausforderung ist. Menschen, die Yoga nicht praktizieren, würden sogar denken, dass wir den Ernst des Lebens leugnen wollen. Aber das ist nicht so.

Es geht immer wieder um die gleiche Einstellung: ich kann mit allen Gefühlen als Gefühle umgehen oder als deren Inhalte. Auf der Inhaltsebene muss ich mir quasi die Gründe für die Gefühlslage, die ich verändern möchte, ausreden. Und je nach dem, wie lange diese Gefühle in mir ihre Kreise gezogen haben und mich damit in ihren Bann gezogen haben, ist das wahrhaftig ein schwieriges Unterfangen.

Aber wenn es mir mit der Zeit (durch Meditation, durch Mantra, durch Studium) gelingt, Gefühle als Gefühle zu erfahren, in mir, wird Freude die vorrangige Alternative zu einem Zustand, wie ich ihn damals erlebt habe. Ich wusste sehr wohl, dass ich darin gefangen war, in dieser düsteren Gefühlslage … aber eben diese Gewissheit hat es mir auch unmöglich gemacht, im Angesicht der Freude und Leichtigkeit meiner Meisterin meine Gefühlslage zu ändern, der Realität ihrer Freude zu folgen.

 

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Wenn dein Leben voller Aufgaben ist…

heißt das noch lange nicht, dass diese Fülle in dir einen Sturm der inneren Unruhe auslösen muss. Natürlich, wenn du wie alle anderen Menschen denkst und lebst, dann ist das zwangsläufig die Folge. Dann musst du aufpassen, dass du keine Burn-out hast, dass du nicht psychische Probleme bekommst, dass du nicht krank wirst, von all der Überlastung.

Aber für jemandem auf dem Yogaweg ist das nicht zwangsläufig so. Wieso nicht?

Weil wir lernen und immer wieder hören und uns immer wieder daran erinnern, dass das, was „außen“ läuft, nicht zwangsläufig auch in uns stattfinden muss. Ist dir klar, was das bedeutet? Das Leben ist wechselhaft, für alle Menschen. Wie das Wetter. Kurzfristige Änderungen und langfristige Entwicklungen. Das ist ganz normal, ganz gleich, welchen yogischen Zustand man errungen hat. Musst du deshalb auf den innere „Oh mein Gott, was soll ich nur machen“-Modus umschalten? Natürlich nicht, wenn du dir das, was ich yogische Psychologie nenne, angeeignet hast.

Wenn du verstehst, wie deine Psyche wirklich funktioniert, wenn du lernst, dieses erstaunliche Instrument zu verwenden, dann musst du nicht auf diesen Modus umschalten. Die nordindische Yogatradition, auch Shivaismus aus Kaschmir genannt, versteht die Psyche als reines Ich-Bewusstsein, das sich immer mehr verengt und einschränkt. (Prajnabhijna hrdayam, Vers 5) Diese Verengung und Zusammenziehung, so wird gelehrt, findet statt, wenn die Psyche sich nach außen richtet, auf (und jetzt wird es interessant) von ihr selbst nach außen projizierte „Objekte“, deren Form sie dann annimmt. Zu kompliziert? Dann lass uns das genauer ansehen.

Bewusstsein hat, wenn es „bei uns“ angekommen ist, also sich individuell ausformt, zwei Bewegungsrichtungen. Nach „außen“ und nach „innen“. Ich schreibe das in Anführungsstrichen, weil diese Bewegung nur scheinbar ist. Wenn sich die Psyche die „Objekte“ selbst erzeugt und dann darauf ihre Aufmerksamkeit richtet, dann ist dieses Nach-außen-Gerichtetsein ja nicht wirklich. Es ist wie ein Selbstgespräch, wie ein Tagtraum, den wir als solchen, also als Tagtraum, sehen können oder auf dem und mit dem wir reagieren können, als hätte wir eine objektive, faktische Wirklichkeit erlebt.

Nach „innen“ geht es dann, wenn wir erkennen, dass ein „Außen“ nicht wirklich existiert und nur eingebildet ist. Ja, genau, das bedeutet in erster Linie „sich nach innen richten“. Eine derartige Erkenntnis muss natürlich stabilisiert werden, durch die Praxis von Meditation und Mantra-Wiederholung (das ist wirklich die einfachste Methode der Stabilisierung). Die yogisch letztendliche Erkenntnis, dass alles was ist, war, sein wird und alles, was nicht ist und nicht sein wird, von mir ausgeht, ist der Endpunkt auf dem Weg der Verinnerlichung. Es geht also darum, sich von einer Illusion zu befreien.

Ich kann das gar nicht genug betonen. Erst wenn man das wirklich einsehen kann, begreifen kann, dass das „Außen“ nur durch Einbildung und Vergessen (dass es sich nur um eine Einbildung handelt) von dem, was wirklich ist, entsteht, fängt die Heimreise an. Ein großer Meister aus dem 10 Jh. beschrieb das so, als Heimreise. Solange ich aber meine, dass doch ganz bestimmte Dinge doch unabhängig von mir im Außen existieren, kann ich keinen tieferen Einblick in meine Wahrheit, meine Wirklichkeit nehmen.

Hast du Fragen dazu? Dann stell sie hier. Alles Liebe

 

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Der wahre Geschmack der Welt

Einmal trafen sich Buddha, Shankaracharya, der große Meister des Vedanta, und Abhinavagupta, der Shaivaguru, im Himmel. Ein Engel kam und reichte ihnen ein Getränk und sagte: Das ist das Getränk der Welt. Kostet es und sagt mir, wie es schmeckt.

Als Erster kostete Shankara und spuckte angeekelt wieder aus und rief: Schmeckt einfach nur schlecht. Als nächstes war Buddha an der Reihe. Der Engel reichte ihm den Trank und Buddha nahm einen Schluck. Völlig regungslos bemerkte er: Schmeckt nur nach nichts. Völlig geschmacklos.

Dann war es an Abhinava, zu kosten. Er nahm dem Engel den Becher aus der Hand und trank ihn in einem Zug und sichtlich genüsslich leer. Auch ihn befragte der Engel: Warum hast du mit solchem Genuss getrunken? Abhinava lachte und sagte: Der Geschmack der Welt ist genauso gut oder schlecht oder ganz ohne Geschmack, je nach dem, wie man ihn haben will.

Meine Meisterin sagte uns einmal: Wenn du nach Problemen suchst  wirst du unendlich davon finden. Wenn du nach dem Guten suchst  wirst du unendlich davon finden. Es liegt an dir, was du finden willst. So ist es. Ja, klar, magst du jetzt vielleicht sogar genervt abwinken. Wissen wir doch alle. Aber das dann auch konsequent leben können,  das ist noch etwas ganz anderes. Wie kann man diese Kluft zwischen Wissen und Können überwinden?

Wenn es auf diese Frage so eine richtig glatte, einfache Antwort geben würde, würden die meisten Menschen ihren geistigen Weg zu Ende gehen, was ja nicht der Fall ist. Die Worte der Antwort sind schon einfach: Wenn du weiter dein Mantra praktizierst, meditierst, ernsthaft, mit dieser ganz speziellen Entschlossenheit, die auch flexibel ist, wenn du studierst, über das, was du studiert hast, immer wieder nachsinnst, wenn du kein Problem damit hast, einen Guru zu haben, dann wird dieser Spalt, diese Kluft mit der Zeit verschwinden. Du wirst entdecken, dass immer weitere Bereiche deines Lebens eher mit Freude, mit Zufriedenheit, mit Dankbarkeit gefüllt sind und nicht mehr mit Sorgen und anderen inneren Feinden, wie Missgunst, Habgier, Neid, Eifersucht, Hartherzigkeit und emotionaler Kälte. Mit der Zeit werden Zustände dieser Art kurzlebiger, flacher und damit auch weniger heftig.

Ich dachte ja lange Zeit, dass das sowieso mit dem Alter kommt. Das würde dem Älterwerden eine sehr schöne Komponente hinzufügen. Aber leider ist das nicht so. Wenn du dein Leben lang deine Psyche diesen Räubern überlassen hast, dann solltest du nicht überrascht sein, wenn sie es sich im Alter in deiner Psyche so richtig bequem gemacht haben. Wie sollte es auch anders sein? Dieses den Weg weiter gehen ist entscheidend. Wenn Zweifel auftauchen, weil es vielleicht schon so lange geht, weil dir deine Gedanken einreden wollen, immer wieder, dass sich ja nicht wirklich etwas getan hat auf deinem Weg, dann wende dich an jemanden, der dir aus dieser Misere helfen kann.

Leider haben so manche Missverständnisse leise Pfoten und schleichen sich fast unbemerkt ein. Da braucht es deine Aufmerksamkeit, dein Urteilsvermögen, das im Yoga immer wieder so betont wird. Nur die yogische Art des Studiums kann dieser schleichenden Verwirrung Einhalt gebieten. Daher ist es immer wieder gut, die Worte der Meister zu lesen, deines Meisters, deiner Meisterin zu lesen. Wenn du bemerkst, dass du keine Lust mehr darauf hast, weil du das schon zur Genüge kennst, dann lese erst recht, was dein Guru geschrieben hat. So schleifst du den Edelstein deines Weges, deines Verständnisses mit der Zeit zu vollkommener Schönheit, zu makelloser Perfektion.

Dann ist der Geschmack der Welt köstlich, weil du lernst, überall den Segen von Kundalini Shakti, deines Meisters zu entdecken. Deine Welt ist dann mühelos mit Dankbarkeit erfüllt. Und wenn es Schwierigkeiten gibt, denen du dich stellen musst, dann können sie in dir nicht mehr diese Verzweiflung auslösen, wie das vielleicht früher der Fall war. Vielmehr vertiefen sie die innere Verbindung mit deinem Meister, intensivieren dein Vertrauen auf die Weisheit und Unfehlbarkeit deiner inneren Kraft, Kundalini Shakti.

 

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Vom Yoga der äußeren Form zum inneren Yoga – die große Herausforderung

Es genügt nicht, die Übungen im Yoga zu machen, heilige Asche aufzulegen, sich zu scheren, darauf zu achten, immer reine yogische Begriffe zu verwenden. Du sitzt vor den Fotos deiner Meister, die du überall um dich herum hast, du singst die Gita, meditierst, liest die Texte. Aber kommst über das Bittstellertum nicht hinaus. Du tust doch alles, was gelehrt wird, aber beim „Die Welt ist so, wie du sie siehst“ (Yoga Vasishta), bei „Ich bin Shiva“, bei „Gott wohnt in dir als DU“, da würdest du schon gerne noch ein wenig diskutieren. Da kann man es sich, sagst du, schon auch sehr leicht machen.

Und bei alle dem bemerkst du, dass deine Emotionen immer noch Katz und Maus mit dir spielen, obwohl du das doch schon mal so gut gekonnt hast, das Beherrschen dieser Eruptionen. Deine negativen Gefühle hast du schon verbannt geglaubt, aber dann, dann brechen sie wieder hervor, ungezügelt, deine Wut, deine Ressentiments, deine abschätzigen Worte über andere. Jetzt wird es natürlich schwierig: So lange auf dem Weg und so neben den Schuhen sein (Gruß an meine Schweizer LeserInnen): Dein ganzes spirituelles Sortiment muss herhalten, um das zu erklären, zu berechtigen, diese Unzulänglichkeit, dieses Nicht-anwenden-können der Lehre.

Und dann ist da (wie kann man dafür je genug dankbar sein, als Yogi auf dem Weg!) die Kraft der Gnade, ihre glorreiche spielerische Sicherheit im Zerstören deiner Begrenztheiten. Ich weiß nicht, ob du schon von Durga gehört hast, die mit wahrer Eleganz und Leichtigkeit ganze Riesenheere von Dämonen ausgelöscht hat, mit einem sanften, fast verschmitzten Lächeln. Sie macht keine halben Sachen. Sie wird dein Ego immer wieder liebevoll in die Falle locken, in der es sich offenbart, ungewollt und doch gewollt. Sie wird nicht ruhen, bis dein Weg von außen nach innen gewandert ist … solange du irgendwie weiter mitmachst.

Den Weg in dich hineinzubringen, das ist nicht so einfach. Viele Menschen verlassen lieber ganz den Weg, klagen den Weg und seine LehrerInnen an, halten den Guru in heiliger Distanz und lassen ihre Wut an anderen aus. Sie klammern sich mit allem, was sie zu haben meinen, an das, was ihnen bedeutend und wichtig ist. Das ist nur zu verständlich.

Einmal beschimpfte mich ein Kursteilnehmer wütend, als ich versuchte, das Mantra OM namah Shivaya so zu schreiben, dass es in ungefähr richtig auszusprechen war: Ohm namma Schiwahja. Was mir eigentlich einfiele, schimpfte er, diese heilige Schreibweise (OM namah Shivaya) so zu verunglimpfen mit dieser Schreibweise.

Dabei wusste er offensichtlich nicht, dass diese Schreibweise in lateinischer Schrift der Versuch war, die Silben des Devanagari (ॐ नमः शिवाय) irgendwie in eine englische Aussprache zu bringen. Und auch nicht, dass schon Devanagari eine Erfindung eines indischen Königs war, noch dazu ein Buddhist, der diese Schrift ca. 200 a.D. entwickelt und eingeführt hatte. Brahmanen, die traditionellen Hüter des Sanskrit, aus dieser Sprache stammt das Mantra, sind vielfach der Meinung, dass Sanskrit gar nicht geschrieben werden sollte, sondern nur mündlich ausgesprochen werden kann.

Aber das Ego liebt es, sich in Äußerlichkeiten und Wichtigkeiten niederzulassen. Es liebt die formale Perfektion. Daher ist das mit dem Ego und dem Meister so eine verflixte Geschichte. Der Meister liebt doch auch die Formen. Er, denkt sich das Ego, hat sie uns doch überhaupt erst gelehrt. Wo man, wie man, warum man sitzt, wie man Ganesha verehrt, welches Sitzkissen am besten ist, warum man den rechten Fuß zuerst über die Schwelle eines heiligen Ortes setzt. „Davon“, sagte das Ego, „wussten wir doch vorher gar nichts.“

Und dann passt es doch wieder nicht. „Jetzt mach ich es endlich einmal richtig, und dann ist es schon wieder falsch. Ich kann es einfach nicht recht machen.“ Das Ego rollt die Augen und erklärt sich das Ganze schließlich so: „Wahrscheinlich soll ich das alles nicht so wichtig, so ernst nehmen.“ Das Ego ist erleichtert, endlich hat es eine Möglichkeit für sich entdeckt, mit dem Wichtigen und mit den Regeln und der Tatsache, dass sich gerade um den Meister herum immer wieder Leute nicht an die Regeln halten, umzugehen.

Nach Jahren dieser Praxis winkt das Ego einfach ab, wenn der Meister wieder mit etwas Neuem kommt. „Kennen wir doch alles, haben wir schon gehabt, ich warte mal, bis die Welle wieder vorbei ist.“ Es verkennt vollkommen, dass das ganze großartige Spiel, das der Meister aufzieht, nur bewirkt, dass der Besitzer des Egos endlich wieder die Zügel in die Hand nimmt. Was das Ende des Egos, „wie wir es kennen“, bedeutet.

Für das Ego geht es nämlich nicht darum, die äußeren Formen nicht so wichtig zu nehmen, sondern sich selbst nicht wichtig zu nehmen. Mit nur ein klein wenig Distanz betrachtet, ist das wirklich eine herrliche Komödie.

 

Ein Kommentar

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Wenn nichts dabei rauskommt – die beste Ego-Therapie im Yoga

Mein Meister hatte eine wundervolle Art, uns zu lehren, immer wieder aufs Neue. Einmal erlebte ich einen Austausch zwischen einem Ashram-Besucher und ihm. Der Mann klagte darüber, dass er sich immer als so besonders fühle. Mein Meister lachte ermutigend und sagte: „Aber du bist doch besonders.“ Und nach einer kleinen Pause sagte er dann: „Und alle anderen sind es auch.“ Ich könnte noch viele weitere Episoden wie diese erzählen.

Ich selbst hatte als junger Mensch, schon als Kind, oft das Gefühl, zu etwas Besonderem berufen zu sein. Ich fühlte mich immer irgendwie anders als die Anderen. Es war schon erstaunlich. Ich kam aus einfachem Hause, wie fast alle Menschen. Ich konnte das Besondere nicht erkennen, und doch: Dieses Gefühl einer besonderen Berufung hielt sich wacker in mir. Auch als ich meinen Meister traf, und schon noch viele Jahre auf dem Weg war, hatte ich immer wieder Träume, Eingebungen und so manch andere Hinweise auf etwas ganz Besonderes.

Mit der Zeit aber dämmerte es mir, dass es auch sein könnte, dass nichts dergleichen wahr werden könnte. Mir war klar, dass nichts an meinem Leben so ungewöhnlich anders war, als das meiner Mitmenschen. Anfangs war dieses Gefühl des völlig Normalen gewöhnungsbedürftig, um es milde zu formulieren. Es stellte sich die Vermutung ein, dass mein Alltag und mein Leben doch eher überschaubar bescheiden und gewöhnlich sein könnten. Was erst ernüchternd wirkte, machte Platz für Erleichterung.

Es zeigte sich, dass ein starkes Streben verschwand. Es musste wirklich nichts Erwähnenswertes rauskommen, am Ende meines Lebens. Das Banale, das Schlichte kam mir eher als einleuchtendes Ergebnis meines Lebens vor. Und das fühlte sich mit den Jahren immer besser an. Inzwischen bin ich froh, dass dieses Gefühl, für nichts Besonderes auf der Welt zu sein, in mir Platz genommen hat. Es ist nur vernünftig, dass sich mein Leben verflüchtigen wird, wie der chinesische Weise Dschuang-Tse es nannte: Ein Namenloser unter Namenlosen sein: Wer will das schon? Aber das sein zu können, das ist es.“

Beachtung, Bedeutung, Wichtigkeit – das alles sind Hindernisse auf dem Weg der inneren Freiheit. Auf dem Yogaweg brauchen wir niemand zu sein, zu werden, es muss nichts Besonderes rauskommen aus unserem Leben. Wenn man das so langsam erkennt, dann kann man getrost drauflos leben. Dann merkst du, dass du wirklich nicht deinen Lebenssinn aus deiner Arbeit holen musst, aus deinen Beziehungen, aus deinen Reisen, aus deinem Wissen über die Welt, aus deinem Denken und aus der „Tiefe“ deiner Gefühle.

Gelassen kannst du dann erkennen, dass all diese Dinge, die dich täglich beschäftigen, nur dazu da sind, deinem Leben einen Rahmen, eine Form zu geben. Das ist keine  Einengung, sondern nur das Schachbrett, auf dem du spielst.

Das ganz Besondere muss nicht überleben im Leben eines Yogis. Wir müssen uns keine Gedanken darüber machen, was wohl unsere materielle und geistige Hinterlassenschaft für diese Welt sein wird. Wir können ein Leben führen, wie in einem Hotel. Wenn Abreisetag ist, einfach alles packen, Schlüssel abgeben – das wars.

Wer hauptsächlich aus seinem Ego lebt, für den/die mag das erbärmlich klingen: Keine Spuren hinterlassen zu wollen, nicht für etwas zu arbeiten, was überdauert, wie Mozart, dessen Musik man auch 200 Jahre nach seinem Tod noch mit Begeisterung hört. Es mag sich anhören, als wäre keine Lebensfreude in so einem Leben.

Aber weit gefehlt. Dann wird es erst lustig. Im Außen haben Menschen schon nur eine sehr geringe Wirkung. Aber für uns ist es möglich, ganz und gar zu erkennen, wer wir sind, uns aus der Mickrigkeit zu verabschieden und zu erkennen, was ist.

Wer weiß, dass er alles ist, dass alles, was ist, sein Werk ist, wie kann so jemand auch nur einen Augenblick Interesse an Bedeutung und Besonderheit haben?

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Über einen Kommentar zu Lebensfehler… (auch für Nicht-YogInis geeignet)

Jetzt möchte ich doch einen Beitrag schreiben, inspiriert von einem Kommentar zum Artikel „Lebensfehler“. Darin versuche ich, das Thema „Lebensfehler“ aus yogischer Sicht zu bearbeiten.

Dieser ganze Blog wendet sich an Yogaübende, an Yogainteressierte. Er will yogische Einstellung, yogische Methoden, yogisches Verständnis erläutern, untersuchen, anregen. Mir ist dabei vollkommen klar, dass die meisten Menschen mit den meisten Aussagen nicht übereinstimmen werden. Das ist o.k. Natürlich sind wir im öffentlichen Raum, und jeder kann die Texte dieses Blogs finden und sich so seine eigenen Gedanken dazu machen.

Ich verstehe sehr gut, dass jemand, der diese Beträge liest, aber Yoga nicht wirklich praktiziert, (also, Yogapraxis ist hier nicht das Üben von körperlichen Verrenkungen), vieles, was hier zu lesen ist, nicht wirklich verstehen oder gut heißen kann. Daher vielleicht noch einmal ein Text, der auch für Menschen, die Yoga nicht üben, verständlich sein kann.

Yoga ist ein geistiger Weg, der Menschen hilft, sich selbst jenseits von Denken und Fühlen, von Handeln und von Persönlichkeit zu erleben und zu begreifen. Yoga lehrt, dass es die Pflicht eines Menschen ist, herauszufinden, wer er (und das „er“ bezieht sich auf das grammatische Geschlecht von „Mensch“ und hat nichts mit Mann und Frau zu tun) wirklich ist.

Naja, dazu muss ich doch nicht Yoga üben. Wenn dieser Gedanke jetzt bei dir aufsteigt, dann lies bitte den vorherigen Abschnitt noch einmal oder gar mehrmals. „Normale“ Menschen verstehen sich NUR als psycho-soziale Entität. Im Yoga würde man diese Selbstsicht als Auslöser für sehr viel des Leids verstehen, das Menschen erfahren. Nur weil die meisten Menschen sich mit dieser Entität identifizieren, wird diese Identifikation nicht wahrer.

Zu theoretisch? Ja, das mag wohl sein. Aber mit der Praxis wird es auch praktischer.

Aber etwas Anderes ist vielleicht leichter zu begreifen. Solange du Opfer deiner eigenen Psyche bist, solange du den INHALTEN deiner Gedanken und Gefühlen hilflos ausgeliefert bist, hast du keine Chance, in diesem Leben dauerhaft glücklich zu sein. Und jetzt bitte nicht anfangen mit: Aber macht nicht erst das Erleben von Unglück Menschen glücklich? Ich habe noch niemanden getroffen, der mir sagte: Jetzt bin ich schon seit zwei Wochen glücklich, ich hoffe, dass mir sehr bald wieder etwas schreckliches passiert, damit ich auch wieder unglücklich sein kann und mich ausbalancieren kann. Nein, Menschen können ein ganzes Leben glücklich sein.

Dass es so wenige sind, liegt an etwas anderem. Wenn du lernen könntest (oh je, klingt vielleicht noch theoretischer), die Aktivitäten deiner Psyche, die Gedanken und Gefühle, nicht nur als Inhalte, sondern als Energie zu erleben, könntest du verstehen, dass du keineswegs jeden Gedanken und jedes Gefühl, das gerade in dir hochkommt, haben musst. Die Inhaltsebene von Gedanken und Gefühlen nimmt dich viel zu sehr gefangen, als dass du eine innere Distanz ihr gegenüber empfinden kannst.

Zwischen Gedankeninhalten und Gedankenenergie (gilt genauso für Gefühle) unterscheiden zu können, lernt man in der Meditation, die nur unnütze Gedanken (außer dem Mantra) kennt. Wer die Kunst der Meditation mehr und mehr erlernt, erfährt Gedanken und Gefühle viel mehr als energetischen Zustand als als Inhalte, die wir dann sofort als „gefällt mir“/“gefällt mir nicht“ einordnen.

Wer also verstehen möchte, was ich da schreibe, muss meditieren lernen. Und auch, wenn dir die Meditation beibringt, wie meditieren geht, gibt es doch viele Konzepte, die man kennen und verstehen sollte, wenn man Meditation üben will.

Wenn es dir möglich wird, Gedanken und Gefühle zu HABEN oder nicht zu haben, dann kannst du mit Fehlern, schlechten Erfahrungen und Unglück frei (freier) umgehen: Du kannst Gedanken und Gefühle, die in dir dazu gespeichert sind, immer wieder hochholen oder vergessen. Es liegt an dir, du hast dann diese Freiheit.

Ohne meditieren zu können, kannst du das nicht lernen. Es geht nicht.

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Verführerische Vielfalt

Sehr eigenartig mag dieser Text, der jetzt folgt, für manche erscheinen, die den Weg noch nicht als Weg begreifen. Alle die bitte ich, sich zumindest der Möglichkeit zu öffnen, dass hier etwas zu lesen ist, was früher oder später in der eigenen geistigen Entwicklung von Bedeutung sein könnte.

Schon seit vielen Jahren begleite ich Menschen auf dem traditionellen Yogaweg, wie ich ihn über meine Meister kennengelernt habe. Normalerweise würde ich das, worüber ich jetzt schreibe, nur in meinen Kursen erläutern. Da kann man nachfragen, von Angesicht zu Angesicht, und so zu Klarheit gelangen, zumindest für eine gewisse Zeit. Aber manche Eindrücke bestärken mich darin, darüber jetzt hier zu schreiben.

Wie so oft denke ich an die Worte meines Meisters, der sagte, dass dieser (Yoga-)Weg nichts für Menschen ist, die eine schwache Psyche und ein schwaches Herz haben. Damit meinte er nicht das physische Herz, sondern dein emotionales Gewand. Und was eine schwache Psyche ist, das lernte ich erst mit den Jahren verstehen.

Lass dich nicht verführen von den vielen Wegen und Pseudowegen, von den vielen Begriffen und Traditionen! Bleibe einfach in deiner Sicht, in deiner Praxis, in deinem Verständnis. Lerne, ganz klar zu unterscheiden, was von dem bei uns sehr reichhaltigen Angebot von „Spiritualität“ (in Anführungszeichen deshalb, weil das meiste sicher nicht das Papier wert ist, auf dem es gedruckt ist) wertvoll für deinen Weg ist und was nicht. Im Yoga heißt diese Fähigkeit Urteilsvermögen, viveka.

Viveka ist nicht gerade angesagt in einer Kultur, in der nur wenig filternde Meister diesen Sumpf der Meinungen, Lehren und Marketingstrategien für ihre Schüler sichten und ausmisten. Aber ohne viveka wirst du nur schwer erkennen, wie du auf dem Weg am besten dein Verständnis, deine Praxis vertiefen kannst. So viel scheint möglich, so reichhaltig ist das Angebot. Es erscheint fast als übermäßig schlicht daherzukommen, wenn gesagt wird, dass man am besten nur einen Weg, ein Mantra, einen Guru verehren sollte. Die Vielfalt ist, und das habe ich jetzt wirklich oft genug erlebt, verführerisch, unsinnig und überhaupt nicht hilfreich.

Das ist in keiner Weise eine Verurteilung anderer Wege. Denn natürlich gibt es unter den vielen Schwachsinnigkeiten auch Perlen, Wege, die genauso sauber sind, wie der, den ich gehe und vermitteln kann. Aber für dich, für den Menschen, der einen Weg geht, sind auch diese echten Wege nicht vorteilhaft. Jeder Meister, jede Tradition hat auch ein wenig ihre eigene Sprache, ihre eigenen Vorgehensweisen. Das Eine kann man meistens nicht auf das Andere übertragen.

Mein Meister hatte viele Schüler, und es war klar, dass Einige von ihnen den Weg auch zu Ende gegangen sind. Viele taten so als ob, aber Einige waren schon zu seinen Lebzeiten (ein eigenartiges Wort für einen Meister :)) selbst Meister, mit seinem ausdrücklichen Segen. Auch ihre Lehren hatten zu tun mit ihrer Persönlichkeit und nicht alles, was ich von meinem Meister kannte, entsprach dem, was sie lehrten.

In der Guru Gita heißt es (Vers 168): eko deva eka dharma, eka nistha param tapah. Ein Gott, ein geistiges Gesetz, eine innere Einstellung, das ist die höchste Bemühung. Lange habe ich das nicht so richtig verstanden, denn ich hatte das Glück, sehr unbedarft auf den Weg zu kommen. Es bestand keinerlei Grund für mich, mehrere Wege gleichzeitig auszuprobieren. Ich war beschäftigt genug, den einen irgendwie zu begreifen und zu verdauen. Und ich erkannte früh, dass mein Meister durch viele Zitate aus anderen Schriften in genialer Weise uns beim Weiterstudium über seine Bücher und Vorträge hinaus anleitete.

Es gibt einen unglücklichen Zustand, den Menschen erleben, die zu viel von zu vielen Traditionen ausprobieren, vermutlich in der Hoffnung, den Weg noch intensiver, noch schneller gehen zu können. Diesen Zustand bezeichnete mein Meister als spirituellen Dauerdurchfall, eine Art geistiger Verwirrung, die manchmal wirklich so verrückt macht, dass man nicht mehr ein noch aus weiß. Glaubt mir, dass ist nicht irgendein exaltierter Zustand, nicht eine vollständige Öffnung in kosmische Dimensionen, sondern nur schlicht und einfach eine gefährliche Verwirrtheit.

Lass all das. Wenn mein Meister bestimmte Teile, zum Beispiel der Kularnava Tantra zitierte, weil sie seiner Meinung nach die Meister-Schüler-Beziehung recht gut beschreibt, dann bedeutete das nicht, dass alles, was in dieser zum Teil sehr, sehr skurrilen Schrift steht, studiert werden sollte. Sicher nicht. Aber das hat er nicht eigens betont. Da brauchtest du viveka.

Verständnis im Yoga ist nicht zu verwechseln mit der Pandit-Gelehrsamkeit, die indische Gelehrte gerne an den Tag legen. Ihnen geht es oft auch um die möglichst besondere Zurschaustellung ihres umfangreichen Wissens und ihrer textlichen Präzision. Aber für Yoga-SchülerInnen ist das nicht wichtig. Es geht nur, nur, nur um den Weg. Man möge mich jetzt für einen engstirnigen Yoga-Tyrann halten oder was auch immer (habe da noch viel Schlimmeres gehört), das ist mir egal.

Wenn du Wissen ansammeln willst, dann studiere Politik, Physik, was auch immer, irgend eine handwerkliche Fähigkeit, eine Sprache (nicht unbedingt Sanskrit). Wenn du meinst, dass der Weg deine Psyche nicht mehr auslastet, dann mach irgendetwas. Aber missverstehe das nicht als Offenheit für andere Wege, als Auftakt zu Ausflügen in andere geistige Gefilde. Diese „Langeweile“ mit dem dir möglicherweise ja so vertrauten Weg ist ein Teil der sadhana, der inneren Reinigung. Wenn du das spürst, dann lese die Bücher deines Meisters noch intensiver, immer wieder das Gleiche.

Du musst deine Psyche sauberhalten. Wenn Gedanken und Gefühle zu intensiv werden, dann merke das und wiederhole dein Mantra. Wechsle dein Mantra und deine Methoden der Meditation und des Studiums nur, wenn dir das dein Meister (bitte denke daran, dass ich das Wort „Meister“ nicht männlich oder weiblich meine, sondern nur als „Berufsbezeichnung“ und mir gerne das der/die –In sparen möchte.) sagt. Sonst bleibe immer bei der gleichen Praxis. Wenn du Sehnsucht nach Abwechslung hast, dann fahre immer wieder an einen anderen Ort in den Urlaub, wechsle deine Lieblingsrestaurants, deine Wohnung, dein Land, deine PartnerInnen (wenn damit nicht nur dein Stresspegel steigt), aber lass deine innere Unruhe, die nach Abwechslung sucht, nicht an deinem Yogaweg aus.

Die Tatsache, dass es auch andere, reine Wege gibt, heißt noch lange nicht, dass du sie alle beschreiten kannst, solltest oder musst. Glaub mir, dazu lebst du viel zu wenig lang. Du kannst froh sein, wenn du nach vielen Jahren, mit aller Unterstützung deiner LehrerInnen, deiner Meisterin, der Kundalini Shakti, einen Anflug von Verständnis hast, worum es geht auf dem Yogaweg. Und vielleicht auch, welchen Zustand jemand hat, von dem der Weg sagt, dass er Siddha ist, vollendet.

Es gäbe noch so viel mehr dazu zu schreiben, aber dafür fehlt mir die Zeit. Unser Sprachgebrauch im Deutschen kennt nicht umsonst das Sprichwort: Schuster bleib bei deinen Leisten. Genau, bleib bei EINEM Weg, und mach ihn zu deinem. Wenn dir das jetzt doch etwas zu eng und zu schlicht erscheint, dann wisse, dass diese Worte nicht für dich geschrieben worden sind.

 

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