Über diesen Blog

So viele Menschen habe ich auf dem Yogaweg begleitet und getroffen. Viele sind mit Elan und Begeisterung gegangen, Monate, Jahre. Aber sehr viele haben aufgegeben. Die eine oder andere Lebenssituation hat sie dazu veranlasst, wie es scheint.

Für mich ist dieser Weg, wie man ihn auch nennen mag, alternativlos. Den Geist so zu verwandeln, dass er nicht mehr wie ein Verirrter hierhin und dorthin läuft, ohne dass wir da viel Einfluss nehmen könnten – dieser Prozess ist entscheidend. Der Yogaweg betrachtet diese Transformation als Grundlage für die Erfahrung der eigenen Wirklichkeit, des eigenen Sein.

Diese Arbeit ist nicht einfach, denn die Gewohnheit des Geistes ist es, aus alten Prägungen immer wieder Gedanken- und Gefühlsschleifen zu drehen, die uns gefangen halten. Sie verhindern dauerhafte Freude, dauerhaftes Glück, dauerhaften Frieden.

An der Wurzel yogischer Arbeit liegt Verständnis. Ich muss lernen, den Weg zu verstehen, mich nicht mehr nur als Ego, als Gedanken-Gefühls-Fabrik wahrzunehmen. Wer bin ich? Wozu bin ich hier auf der Welt? Was ist diese Welt? Wer kann mich auf diesem Weg führen, wenn ich doch Neuland betreten muss, um mich wirklich erkennen zu können? Diese Fragen müssen wir auf diesem Weg behandeln, vertiefen, verstehen.

Yoga wirkt erst so richtig, wenn wir über lange Zeit praktizieren können, wenn diese Denkweise, diese Selbstsicht uns immer mehr durchdringen kann. Das erst kann alte Muster, die uns sonst bestimmen, so weit schwächen, dass wir uns selbst erleben können, was wir sind.

Dieser Blog möchte dir helfen, dran zu bleiben, über lange Zeit, Hindernisse, die sicher auftauchen auf diesem Weg, überwinden zu können und in der Gemeinschaft der WeggefährtInnen Antworten zu finden auf deine Fragen.

Yoga ist Leben, und wenn es das nicht sein kann, dann fehlt etwas in unserem Verständnis.

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4 Antworten zu “Über diesen Blog

  1. Sylvia

    Hallo!
    Hab eine Frage zum Thema Verstrickung: Wenn ich gefangen bin in intensiven Gedanken-Gefühlen, und dann realisiere, dass ich gefangen bin. Ist das dann quasi der Anfang vom Ende der Verstrickung? Dann bin ich ja im Moment und nicht mehr gefangen… Stimmt das so?
    Freu mich auf Antworten!
    Sylvia

    • Liebe Sylvia, Erkenntnis ist immer der Anfang vom Ende der Verstrickung. Aber diese Realisation bedeutet nicht gleich „im Augenblick leben“. Da müsste man in der Lage sein, diese Erkenntnis in ein andauerndes Verständnis zu verwandeln. Dazu braucht es Praxis. Wie kann man ein Verständnis auf Dauer halten? Wie kann man sich von ihm ganz durchdringen lassen, sodass es spontan auftaucht, wenn eine Situation es erfordert? So wie Sympathie und Antipathie bei Menschen spontan aufsteigt.

      • Eva Langenwalter

        Lieber Vamdev
        hat dies auch zu tun mit dem Thema,“ ich habe immer die Wahl“:
        wenn ich dieses mich gerade überrollende Gefühl nicht haben
        will, kann ich mich darin üben, ein anders zu haben?
        In ganz „akuten“ Situationen habe ich erlebt, daß mich das Mantra
        fast wie herausführt aus einer scheinbar ausweglosen Gefühls-
        Sackgasse. Nur – ich muß mir des Mantras eben gewahr sein,
        trotz in diesem Moment absolut in mir vorherrschender
        Gedanken/Gefühlskonstrukte.

        Grüsse an alle von Eva

  2. Ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass man immer die Wahl hat. Die Fähigkeit, die Wahl zu haben, entwickelt man erst mit den Jahren regelmäßiger Yogapraxis (ich meine, YOGA-Praxis und nicht Bodenturnen :)). Diese Wahl gelingt erst so richtig, wenn die Identifikation mit den eigenen Gedanken nachlässt. Das wird wohl bei den meisten etwas dauern.

    Aber damit ist nicht gemeint, dass das erstmal gar nicht geht. Sobald dein Verständnis in dieser Hinsicht klar ist, wirst du bemerken, dass bei anfangs einfachen, mit der Zeit aber auch intensiveren emotionalen Verstrickungen das Mantra aus diesem Gedanken-Gefühls-Karussell herausführen kann. Das Mantra ist dabei die entscheidende Übung, die aber erst durch dein Verständnis so richtig greift.

    Und natürlich braucht es die Meditation dazu, in der du diese, wie du es nennst, Gewahrwerdung des Mantras übst. Du kannst ganz sicher sein, dass dir alles mögliche einfallen wird, in diesen schwierigen Situationen, nur nicht das Mantra, wenn du nicht regelmäßig meditierst.

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