Archiv der Kategorie: Bloggerei

Nur Bloggereien….

Immer wieder stelle ich fest, dass Menschen mich auf ihrem Blog verlinken, die mit „Yoga“ zu tun haben. Wenn ich dann auf deren Blog lese, stelle ich fest, ohne Ausnahme, dass es sich dabei um diese Sache handelt, die bei uns als Yoga läuft und so viel mit Yoga zu tun hat wie Schuhplatteln mit Formel 1 Rennen.

Ich bin mir nicht sicher, was ich dazu sagen soll. Ich finde, Yoga und yogische Techniken zu unterrichten, ohne einen Guru zu haben, der seine Schüler von INNEN her lenken und leiten kann, einen Guru, der heute lebt, nicht vor Tausend Jahren oder noch etwas abstrakter, Gott ist, etc., ist schlichtweg verantwortungslos, gelinde gesagt.

Die bei uns populären yogischen Techniken, von Atemübungen (pranayama) angefangen, über asanas (Körperstellungen) bis hin zu bandhas und mudras, sind hochkomplexe Methoden (wie in der Hatha Yoga Pratipika und der Gheranda Samhita beschrieben), die zwei Ziele haben (so heißt es in diesen Texten): übernatürliche Kräfte zu erlangen und/oder die Kundalini-Energie zu erwecken. Gesundheit oder gar Wellness spielten da wirklich keine große Rolle.

Wer allerdings genau nachliest, der/die wird entdecken, dass auch kleinste Abweichungen von den leider nur sehr rudimentären Beschreibungen der Übungen (man wusste halt doch, dass auch dabei LehrerInnen von Nöten waren, die diese Übungen zutiefst verstanden) große physische und psychische Probleme nach sich ziehen können.

Hier allerdings werden diese Übungen, wie mir scheint, ziemlich ahnungslos gelehrt, man variiert sie, verzichtet auf die sehr schwer zu beherrschenden Reinigungsübungen, und lehrt das ganz normalen „HaushälterInnen (grhasthas)“, wie das im Yoga-Jargon heißt, wenn man Menschen meint, die, wie die meisten von uns, ein Leben hier im Westen leben.

Wenn ich da nachfrage, höre ich oft, „also bei mir hat noch niemand eine Kundalini-Erwechung erlebt (und schon gar keine übernatürlichen Kräfte). Ja, das mag wohl sein, aber viele kommen einfach nicht mehr, wenn sie Probleme haben und unserer Kultur sind diese Spätfolgen der Übungen ja überhaupt nicht bewusst.

Da diese Art der Lehrweise schon einige Generationen alt ist, würden sich viele Lehrende, die das hier lesen, im besten Falle verwundert die Augen reiben und sich fragen, was das wohl wieder soll. Oder sie finden es unverschämt, dass sich jemand erdreistet, so unumwunden diese doch recht populären Methoden zu verunglimpfen.

Ich frage mich also, was das bringen soll, wenn man so arbeitet, diese Methoden lehrt, deren Folgen man in keiner Weise abschätzen, geschweige denn, in die richtigen Wege lenken kann, diese meine Worte hier zu lesen.

Natürlich möchte ich Zweifel sähen, an dieser Art der Lehrweise, die heute bei uns als „Yoga“ läuft. Aber mir ist natürlich sehr klar, dass das hier eher ein Flüstern in der Wüste ist, nicht einmal ein Rufen :). Ich finde das auch ok. Aber ich frage mich, was man hier lernen will, wenn man nicht bereit ist, das, was man in den sogenannten Yogalehrer-Ausbildungen lernt und gelernt hat, einfach zu vergessen und wieder neu anzufangen.

Es tut mir leid, wenn ich das so schreibe, denn die Mühen und der finanzielle Aufwand in diesen Ausbildungen (ich habe bei vielen als Lehrer mitgemacht, weiß, wovon ich schreibe) sind erheblich. Wie sollte man das also einfach ablegen können, ersatzlos streichen können?

Also, besser einfach nichts anderes kennen lernen. Ich meine das nicht ironisch, sondern so, wie ich es schreibe. Lest diesen Blog nicht, liebe YogalehrerInnen, die ihr nicht die andere Dimension des Yoga kennt oder kennen lernen wollt, die ihn so herrlich, so unglaublich wertvoll für alle Menschen auf dieser Welt macht.

Wenn doch jemand, der im Westen diese Dinge unterrichtet (über die die ARD diesen Beitrag „Die dunkle Seite des Yoga“ gebracht hat), sich für YOGA interessiert, der lese die Yoga Vasishta, die Bhagavad Gita, oder die Vijnana Bhairava. Wer etwas zeitnaher lesen möchte, der kann sich in das Werk „Yoga der Disziplin“ vertiefen, das man im Buchhandel finden kann. Und auch diesen Blog, selbstverständlich.

Also, nichts für ungut, dieser Blog ist für Yogis und Yoginis.

 

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3 Kommentare

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zum Thema Kommentare

Hallo liebe Blog-LeserInnen,

viele von euch haben diesen Blog ja abonniert und werden informiert, wenn ich einen neuen Beitrag geschrieben habe. Manchmal aber schreibe ich längere Kommentare, die auch interessant zu lesen sein könnten, wie den jetzt als Antwort zu einem Kommentar von Maria Ma.

Wenn du beitragsmäßig einmal ein paar Tage nichts von mir hörst, dann könnte ja vielleicht doch ein interessanter Kommentar aufgetaucht sein. 🙂

Im letzten Kommentar geht es mir nicht darum, mich in irgendeiner Weise kritisch mit Meinungen oder Haltungen der Autorin auseinander zu setzen. Es geht mir um Klarheit, um eine Art Entwirrung von dem, was traditioneller Weise Yoga ist, wie ihn die Texte erklären und die wahren Meister der Tradition für unsere Zeit lebendig halten, und dem, was manchmal an Vermischung entsteht, mangels klarer Lehren.

Das könnte man ohne weiteres als anmaßendes Getöse eines Möchte-gern-Yogis abtun. Werden bestimmt so manche tun, die mich nicht näher kennen, was verständlich ist. Wenn man die Abwehrreaktionen des Egos allerdings raus lassen könnte (wobei ich mir kaum vorstellen kann, wie das gehen soll, ohne Guru, ohne erweckte Kundalini), dann wäre klar, dass es nicht um Kritik geht, sondern um meine tiefe Achtung und Verehrung dieser Yogatradition, für die unzählige Meister und Meisterinnen mit großer Brillanz geschrieben und gelehrt haben. Sie haben diese Passstraße in wahre, unendliche Freiheit freigehalten, bis in unsere Zeit hinein, und werden das, Gottseidank, auch weiterhin tun.

Meine Worte wollen ein Ausdruck der Dankbarkeit sein für ihre unschätzbare, liebevolle Arbeit.

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Neuordnung des Blogs

Die Vielzahl der Artikel hat eine Neuordnung des Blogs notwendig gemacht. Ich habe jetzt neue Kategorien eingefügt, und die Artikel diesen Kategorien zugeordnet. Allerdings ist das nicht so einfach, weil ich auch verhindern wollten, dass zu viele Kategorien entstehen, was das Auffinden eines Artikels wieder erschweren würde.

Ihr könnte es ja einmal versuchen und mir Feedback als Kommentar dazu geben.

Ich hoffe, das unterstützt eine positive Leseerfahrung.

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Danke an die Rechtschreibengel :)

Das wollte ich jetzt unbedingt einmal schreiben: VIELEN Dank an meine Rechtschreibengel, die mir helfen, Fehler in den Texten zu korrigieren, die manchmal schon sehr lustige Missverständnisse ermöglichen. 🙂

Vielen Dank, es macht für alle die Leseerfahrung besser.

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Nachtrag zur Werbung auf dem svayoga Blog

Also, mit einer kleinen Änderung in meinem Blog-Vertrag sollte jetzt keine Werbung mehr auftreten. Sie war sowieso nur sporadisch, aber ich fand sie störend, auch wenn sie nicht dauernd sichtbar war.

Weiterhin erbauliches Lesen!

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Werbung auf meinem Blog? Wie bitte????

Also, gerade hat mir jemand erzählt, dass sie meinen Blog lese und regelmäßig mitten im Text Werbung für alles mögliche erscheint. Ich sehe und wusste nichts davon.

Da ich nicht vorhabe, zum Bezahlservice zu wechseln, ist, so glaube ich, die einzige Möglichkeit das abzustellen, sie beim Blog anzumelden.

Es tut mir leid, dass das so geregelt ist.

Alles Liebe, euer Vamdev

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6. Blog-Kultur

Liebe Beitragende,

ganz kurz möchte ich mit diesem Beitrag gewisse Regeln für unsere Svayoga-Blog-Kommunikation aufschreiben.

Zuerst einmal finde ich den ganzen Umgangston hier sehr respekt- und liebevoll. Dafür danke ich euch allen.

Vielleicht haben einige schon bemerkt, dass ihre Beiträge leicht verändert wurden. Diese Veränderungen habe ich vorgenommen. Es geht mir dabei erstmals ganz einfach um Rechtschreibung, und ich habe ein paar Zwischenzeilen eingefügt, um den Lesefluss zu verbessern.

Des weiteren aber habe ich auch  markenrechtlich geschützte Worte, die zum Beispiel die meiner Meister, deren und anderer Organisationen, entfernt.

Ich hoffe, das findet euer Verständnis.

Kurzzeitig habe ich auch den regulären Namen einer beitragenden Person in meiner Anrede verwendet, worauf mich umgehend jemand von euch hingewiesen hat. Das habe ich dann sofort korrigiert.

Ich kann gut verstehen, wenn die Autoren von Beiträgen hier nicht ihre ganze Identität preisgeben wollen. Ich bitte daher darum, dass sich alle nur die angegebenen Pseudonyme verwenden. Da das bisher, bis auf meinen Fehler fast alle getan haben, geht es hier nur um eine Erwähnung dieser Regeln, und ganz bestimmt nicht um eine „Ermahnung“.

Vielen Dank fürs Beitragen, euer vamdev.

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