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Freude ist IMMER eine Alternative

Vor etlichen Jahren war ich dabei, aus den USA nach Deutschland zurückzukehren. Ich verbrachte meine letzten Tage bei meiner Meisterin und war im Ashram mit meiner Tochter unterwegs. Da sah ich sie aus ihrer Wohnung kommen, einen langen, langen Gang entlang, ein paar Treppen hoch, zu meiner Tochter und mir. Ich war ganz und gar beschäftigt mit meiner Trauer, weil ich meine Tochter zurücklassen würde und mit meiner Sorge um ihr Wohlergehen. Dieses Gefühl hatte mich wie eingedunkelt. Und genau in dieser inneren misslichen Lage kam sie, meine Meisterin, von weitem für mich sichtbar, unvermeidbar auf mich zu. Ich wollte ihr so sicher nicht begegnen, genierte mich (was schon fast lustig anmutet!) in meinem Zustand vor ihr, aber ich konnte einfach nicht von ihm lassen. Ich versuchte, irgendeine Türe zu öffnen, zur Cafeteria, zum Buchladen, zum Tempel, um ihr so aus dem Weg zu gehen. Aber alle waren verschlossen, und sie kam beschwingt und freudvoll auf mich zu.

Meine Tochter war neben mir und freute sich so sehr, meine Meisterin zu sehen, dass sie hüpfend und tanzend auf sie zulief und sie voller Schwung umarmte. „Wie geht es dir?“ rief meine Meisterin meiner Tochter begeistert zu, die mit gleicher Begeisterung „sehr gut“ rief. Und im gleichen Ton und voller Freude fragte sie auch mich, der ein paar Schritte entfernt stand, mit meinem kläglichen Versuch, irgendwie in der Mauer zu verschwinden: „Und dir? Wie geht es dir?“ Mehr als ein gemurmeltes „nicht so gut“ brachte ich nicht raus.

Das muss man sich einmal vorstellen: Es war, was ich damals nur ahnte, bis heute das letzte Mal, dass ich ihr von Person zu Person begegnete.  Und ich war so besetzt von meinen intensiven Gefühlen. Zuerst ging sie an mir vorbei, fast ein wenig hüpfend wie meine Tochter, dann wirbelte sich herum und sah mich intensiv an und sagte: „DU, gerade DU solltest nicht so sein!“ Mir war sofort „klar“, dass sie meinte, ich sollte nicht so fühlen und so entschuldigte ich mich bei ihr, ziemlich erschrocken. Dann stand sie vor mir, fast etwas ungeduldig und schüttelte den Kopf und sagte: „Nein, nein!“ Dann wandte sie sich an ihre Sekretärin, eine 25-jährige Inderin und sagte gleichzeitig zu ihr und zu mir: „Ihr solltet euch treffen und miteinander reden.“ Dann ging sie weiter. Ihre Sekretärin blieb bei mir, und wir machten einen Termin aus.

Vieles kam bei diesem Treffen zur Sprache. Heute, aus der zeitlichen Distanz betrachtet, war das eines der Schlüsselerlebnisse auf dem Weg für mich. Es war eine großartige Kurskorrektur, fein, klar, kraftvoll. Eine Kurskorrektur hin zu mehr Selbstliebe: Die junge Frau sagte mir, meine Meisterin hätte einmal gesagt: „Von allen Menschen, mit denen du Zeit verbringst, verbringst du die meiste Zeit mit dir. Du musst mit dir die engste Freundschaft schließen“, wie das im Yoga immer der Fall ist.

Was ich heute sagen kann, ist, dass Freude immer eine Alternative ist, zu allen anderen Gefühlslagen. Schwere, Bedeutung, Wichtigkeit, Ernsthaftigkeit – das sind in scheinbar schwierigen Lebenslagen die Gegenspieler der Freude in uns. Aber es ist möglich, sie außer Acht zu lassen. Meine Meisterin lud mich damals dazu ein, um der Freude des Augenblicks willen, meine Sorgen fallen zu lassen. Was ich nicht konnte. Noch nicht.

Sehr gut kann ich verstehen, dass viele Yogis auf dem Weg das Gefühl haben, dass Freude sicher NICHT immer eine Alternative ist, weil das Leben eben manchmal zu bedrückend, zu sehr eine Herausforderung ist. Menschen, die Yoga nicht praktizieren, würden sogar denken, dass wir den Ernst des Lebens leugnen wollen. Aber das ist nicht so.

Es geht immer wieder um die gleiche Einstellung: ich kann mit allen Gefühlen als Gefühle umgehen oder als deren Inhalte. Auf der Inhaltsebene muss ich mir quasi die Gründe für die Gefühlslage, die ich verändern möchte, ausreden. Und je nach dem, wie lange diese Gefühle in mir ihre Kreise gezogen haben und mich damit in ihren Bann gezogen haben, ist das wahrhaftig ein schwieriges Unterfangen.

Aber wenn es mir mit der Zeit (durch Meditation, durch Mantra, durch Studium) gelingt, Gefühle als Gefühle zu erfahren, in mir, wird Freude die vorrangige Alternative zu einem Zustand, wie ich ihn damals erlebt habe. Ich wusste sehr wohl, dass ich darin gefangen war, in dieser düsteren Gefühlslage … aber eben diese Gewissheit hat es mir auch unmöglich gemacht, im Angesicht der Freude und Leichtigkeit meiner Meisterin meine Gefühlslage zu ändern, der Realität ihrer Freude zu folgen.

 

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Yogische Geisteshaltung im Alltag – was ist das?

Für alle, die schon länger im Yoga auf dem Weg sind – ihr könntet den Titel als Überprüfung eures Verständnisses verstehen. Was macht eine yogische Geisteshaltung aus?

Für alle anderen möchte ich ein paar Annäherungsversuche unternehmen.

Zuerst schauen wir uns einmal die „normale“ Geisteshaltung an. Alltag könnte sein: Aufstehen, arbeiten, schlafengehen. Aufstehen und Schlafengehen als Fixum (das allein schon gibt Yogis zu denken!). Unter „arbeiten“ kann man dann alles andere einordnen, was sich unter den fünf Hauptereignisfeldern einordnen lässt (wer wirklich mehr kennt, bitte melden!): Körper und Gesundheit, Familie und Beziehung, Arbeit und Berufung, Besitzen und Wohlstand, Spiritualität. Das ist also nicht sonderlich komplex. Mit diesen Ereignisfeldern haben alle Menschen zu tun. Manches davon fühlt sich gut an, anderes nicht so gut, manches ist Routine, anderes wieder außergewöhnlich.

„Normal“ wäre dabei, sich zu fühlen, als würde das alles auf einen zukommen oder man würde es so lenken können, dass es den eigenen Bedürfnissen entspricht. Für die meisten Menschen ist das Leben eine Mischung dieser beiden Gefühle. Sie setzen sich ein, reagieren, bestimmen, agieren, fühlen sich abwechselnd als Opfer und als Täter. Ihr Leben scheint hin und her zu schwappen zwischen Erfolg und Versagen. Sie versuchen, bewusst oder unbewusst, aus ihren Fehlern zu lernen, voranzukommen in der Sehnsucht, sich möglichst viele Wünsche (siehe die fünf Ereignisfelder) zu erfüllen. Das Gefühl, ein erfülltes Leben zu leben, entsteht aus dieser möglichst umfangreichen Wunscherfüllung.

Normale Menschen erfahren eine Realität, mit ihren Sinnen, ihren Gedanken, ihren Gefühlen und reagieren auf sie mit weiteren Gedanken, Gefühlen und Taten. Und dann wieder: schlafen gehen und aufstehen.

Man könnte das natürlich noch viel komplexer, umfangreicher beschreiben, erklären und diskutieren. Wenn als Yogi diese Brille der Normalität anzieht, dann ist das auf allen Ebenen des menschlichen Lebens so. Wenn du im Zug sitzt und hineinhören kannst in die Gespräche um dich herum, wenn du Medieninformationen zuhörst, wenn du mit normalen Menschen sprichst, dann kann man sehen, dass Leben so funktioniert. Sogar die, die intellektuell erkennen, wie bedeutungslos das Bedeutungsvolle der meisten Menschen ist, weil man möglicherweise als Astrophysiker arbeitet, können nicht anders leben. Sie mögen weitgehende Erkenntnisse über die riesigen Dimensionen des Universums haben, verglichen mit denen ein Menschenleben ohne Belang ist, ja sogar die ganze Menschheit bedeutungslos ist, aber wenn sie nach Hause gehen und ihre Frau mit einem Liebhaber erwischen, wenn sie plötzlich bei einer Gasexplosion ihr Hab und Gut verlieren, wenn ihr Herz auf einmal Probleme macht – ja dann, dann ist dieses wissenschaftliche Wissen vergessen und der Schmerz und das Leid ist alles andere als belanglos.

Yogische Geisteshaltung – wie soll die an dieser Situation etwas ändern? Manche meiner LeserInnen, die schon lange auf dem Weg sind, erahnen vielleicht schon seit einiger Zeit, dass die Antwort auf diese Frage so gar nicht sexy ist, fast schon eine gewisse Sprachlosigkeit auslöst. Vielleicht denkst du, ja, ändern tut sich an den Ereignissen nicht so viel. Auch Yogis erleben die fünf Ereignisfelder. Auch Yogis gehen schlafen und stehen auf und verbringen den Rest der Zeit womöglich sogar genauso, wie alle anderen auch. Ihr Körper wird alt, abgenutzt, leiert aus.

Die Yogatexte geben viele Antworten auf obige Frage. In einer Schrift heißt es: „Alle Menschen durchleben ihr Schicksal. Normale Menschen erleben dabei die Welt, Yogis erleben stattdessen sich selbst.“ Damit ist alles gesagt. Aus dieser von den Texten als „Tatsache“ beschriebenen Haltung ergeben sich andere Möglichkeiten.

Am Anfang, wenn man noch sein ganzes Leben auf der Gedanken-Gefühlsebene erfährt und kräftig an ihrer Verbesserung arbeitet, haben die yogischen Techniken von Meditation und Mantra große Wirkung. Man erlebt, dass man sich auch in schwierigsten Situationen erst einmal beruhigen kann, dass man, auch wenn das noch schwierig ist, das innere Karussell verlangsamen kann. Man erlebt deutlich, wie sehr man Opfer der eigenen wovon auch immer und von wem auch immer ausgelösten inneren Unruhe ist. Mit viel Mühe, mit viel Durchhaltevermögen versuchen Yogis am Anfang Zugriff zu erhalten auf Gedanken und Gefühle. Es erscheint so, also würde sich ein weiterer Lebensschauplatz auftun, der parallel neben dem „normalen“ Leben geschieht: der innere Raum, bestimmt von Gedanken und Gefühlen.

„Nach innen gehen“ ist auf einmal keine Anleitung für die Psychologisierung des Alltags, sondern eine Entdeckungsreise in den Maschinenraum unseres Lebens. Yogis erkennen, dass sie ihr Leben von zwei Seiten angehen können: wie alle anderen Menschen auch, im Außen, oder mit den yogischen Techniken im Inneren. Sie erleben, dass es leichter wird, vom Maschinenraum aus, um im Bild zu bleiben, das Leben zu erleben und zu verstehen, bis zu einer gewissen Intensität der Ereignisse. Wenn es zu intensiv wird, wenn „schwere“ Schicksalsschläge eintreffen, dann verlieren sie die Draht nach innen. Es ist wie ein noch recht dünnes Mobilfunknetz. Wenn man von den Hauptstraßen abfährt, ist schnell mal kein Empfang.

Das ist eine schwierige Phase. Sie ist oft von Zweifeln und Verzweiflung geprägt. Es kann in als schwierig empfunden Lebenslagen der Eindruck entstehen, dass die yogische Methodik im entscheidenden Moment nicht greift. Für viele ist aber auch klar, dass ein Zurück in das vorherige Normale auch nicht mehr möglich ist. So wie ein zweijähriges Kind nicht mehr in den Mutterbauch zurück kann, so können Yogis nach einer gewissen Zeit auch nicht mehr zurück, ganz gleich, ob sie sich das wünschen oder nicht. Ich empfand diese Zeit als kaum erträglich, und ohne den Segen und die Unterstützung meines Meister hätte ich sie wohl nicht überstehen können.

Diese Zeit übersteht man mit Verständnis. Alle, die dann nur das Mantra wiederholen in der Hoffnung, dass das Wunder schon geschehen wird, werden hier anscheinend durch das Leben selbst eines Besseren belehrt. Wer neben Meditation und Mantra auch noch sein Verständnis intensiv vertiefen konnte, der kann mit dieser Phase des Yogawegs zurecht kommen. Sicher nicht mit Leichtigkeit, aber immerhin. Wenn man die Texte der Meister, die Worte der Meister, die Anweisung der Meister mit offenem Herzen, mit Achtung und Respekt studiert hat, dann ist diese Phase, da das Alte, Normale immer wieder die Oberhand gewinnt, eine Phase der Aha-Erlebnisse.

Vielleicht erahnt man dann, dass das Leben, wie es die normalen Menschen und großteils man selbst erleben, wirklich nicht das Entscheidende ist. Es ist diese Zeit, in der man DRINGEND Unterstützung braucht.

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Und auch das noch einmal: Selbstliebe

Mir kommt es so vor, als würde das Wort „eigentlich“ wie ein Schatten des Wortes „Selbstliebe“ fungieren. 

„Eigentlich“ mag ich mich ja, so wie ich bin. „Eigentlich“ habe ich eine gute Beziehung zu mir. „Eigentlich“ freue ich mich, dass ich als ich auf der Welt bin. „Eigentlich“ finde ich ja, dass ich ganz gut aussehe. „Eigentlich“ bin ich ja ziemlich (der ehrgeizige Bruder von „eigentlich“) erfolgreich. „Eigentlich“ mag ich ja auch meine Art. „Eigentlich“ bin ich umgänglich und gut zu haben. „Eigentlich“ bin ich lustig. „Eigentlich“ habe ich einen Tiefgang, der mir gefällt. Ich könnte einen ganz langen „Eigentlich“-Text schreiben.

Im yogischen Sinne ist Selbstliebe nicht die Suche nach all den „eigentlich“ ganz guten Seiten an dir. Sie ist nicht der Versuch, fehlerhaftes Verhalten schön zu reden, vielleicht aber, die Quelle dieser Bewertung zu hinterfragen. 

Für „normale“ Menschen ist Selbstliebe schon eine sehr, sehr schwierige Sache. Ihre Prägungen sind lebensbestimmend. Aus ihnen heraus beurteilen sie nicht nur andere Menschen und die Situationen, die sie selbst erleben, sondern natürlich auch sich selbst. Alle guten Argumente für diese Beurteilungen sind auf der Seite der Prägungen. Da „normale“ Menschen nicht wirklich die Bandbreite ihrer Prägungen erfassen können, SIND sie ihre Prägungen. Und so ist ihre Selbstliebe der Versuch, es ihren Prägungen möglichst recht zu machen.

Die mit starker selbstkritischer Prägung versuchen sich zu verbessern, bessere Menschen zu werden, sich so zu verändern, dass ihrer Prägungen, mit dem eigenen Ego am Steuer, sie für gut befinden. Alle Leserinnen und Leser, die das versuchen oder versucht haben, wissen, dass das ein schweres und letztlich unmögliches Unterfangen ist. So versuchen sie Bereiche für „sich“ an sich selbst zu entdecken, die vom Ego als weniger wichtig eingestuft werden und die dann zu lieben. Das hilft etwas, aber sobald diese Liebe stärker wird, erwecken auch diese Bereiche die Aufmerksamkeit des Egos und schon wirken die Prägungen wieder mit voller Kraft.

Oh je, könnte man sagen, Selbstliebe ist ja ein sehr schwieriges Projekt. Normalerweise ja. Und ich meine, nicht nur schwierig, sondern unmöglich, solange das gute, alte Ego die Kapitänsbinde trägt. Aber wie sie ihm abnehmen? Das ist nicht so einfach. 

Das Mantra ist der beste Weg zu Selbstliebe, den ich kenne. Wenn es vom Guru für eine Schülerin, einen Schüler aktiviert wurde, dann entfaltet es sich aus sich selbst heraus in uns. Ich kann mir vorstellen, dass sich das schon recht eigenartig anhört, fast schon wie eine Art Invasion der Außerirdischen. Aber das ist nicht so. Es ist einfach und wirksam. Wenn du über den Sinn des Mantras nachdenkst, ihn dir immer wieder klar machst, dann baust du, während dein Ego weiter seine Kapitänsrolle ausübt, eine neue Dimension in dir auf. Das empfinde ich als den wahrhaft geheimnisvollen Prozess im Yoga.

Selbstliebe geht nicht mit dem Ego in der Hauptrolle. Das ist nur verlogen und verbogen. Daher glaube ich auch nicht an all die Kurse und Workshops und Bücher, die dir das Blaue vom Himmel versprechen, in Bezug auf Selbstliebe.

Deshalb ist es für YogInis so wichtig, mit voller Kraft ihr Leben zu leben, das sicherlich noch für einige Zeit in erster Linie vom Ego diktiert wird. Hingabe zum Guru, Mantrawiederholung, Meditation und Studium der Schriften, ernsthaftes Nachdenken über „ich verbeuge mich vor mir“, „ich achte mich“, „ich ehre mich“ – all das ermöglicht die sanfte Revolution, die das Leben intakt hält, während alles in uns sich ändert. Es ist ein großartiger, ein umfassender Prozess. 

Selbstliebe ist immer wieder in Gefahr, auch wenn man schon lange auf dem Weg ist. Wirklich, du musst rigoros praktizieren: „Denke immer nur das Beste über dich!“ Der Fortschritt wird dir ermöglichen, dass die Zeiten, an denen du das vergisst, immer kürzer werden, bis es zu deiner zweiten, oder besser gesagt: deiner eigentlichen Natur wird. Mit dem oben Geschriebenen sollte klar werden, dass Selbstliebe nicht Selbstverliebtheit ist, dass Selbstliebe nicht Selbstverherrlichung meint, die sich daraus nährt, alles andere und alle Anderen klein zu machen. Es ist ein barmherziger Prozess, sich selbst und damit auch anderen gegenüber.

In Liebe!

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Geduld, Geduld.

Es ist wie beim Fasten oder beim Erlernen eines Instruments: Lange Zeit ist kein Land in Sicht. Ich kenne diese Ungeduld. Am Anfang ist so richtig Schwung auf dem Weg, dann scheint es so, als wäre es nur noch Arbeit, mit ein paar eingestreuten Glückskrümel.

Die Kundalini beginnt furios mit ihrer Arbeit. Nicht wie eine kosmische Abrissbirne, nicht auf Kosten deines Lebens. Nein, sie ist flexibel, und es wäre am besten, wir könnten das von ihr lernen. Wenn man zum Beispiel in meinem Alter fastet, dann ist so einiges an Schlacke im Körper. Die Weisheit des Körpers ermöglicht den Abbau dieser Schlackstoffe, da bin ich mir sicher, aber vielleicht nicht in dem zeitlichen Rahmen, den ich mir wünsche.

Aber oft wollen wir das einfach mit einer riesigen, heftigen Megaentrümpelung loswerden, was uns da zu blockieren scheint, um dann am sonnigen Strand der Ekstase zu liegen und auf ewig Erleuchtung zu genießen. Tja, wenn das nur so funktionieren würde. Doch diese Entrümpelung ist wie die Totalrenovierung eines denkmalgeschützen Gebäudes: Die alten Strukturen müssen erst gestützt, dann entfernt werden. Immer wieder passiert das.

Du praktizierst vielleicht schon ein, zwei, zehn, etc. Jahre Yoga und fragst dich, wann das denn besser wird. Geduld, Geduld. Je mehr es dir gelingt, durch die Schärfung deines Verständnisses die Kraft der Kundalini in diesen Läuterungen zu erkennen und zu ehren, desto mehr kann die Ungeduld weichen, die ja anfangs ein sehr guter Antrieb auf dem Yogaweg sein kann.

Es ist nicht das Problem des Fastens, wenn mein Körper über viele Jahre übersäuert war. Es ist nicht das Problem des Meisters, wenn sich seine SchülerInnen mit extrem anstrengenden Schicksalen beladen haben, unter deren Last sie leiden. Es ist auch nicht die Kundalini-Kraft, die dir deine Meditationen erschwert. Das alles bringen WIR mit, das liegt in UNSEREN Prägungen, in allen möglichen karmisch-schicksalhaften „Ablagerungen“ in unserem feinstofflichen System.

Aufgeben ist an solchen Punkten NIE eine Lösung, genauso wenig wie eine Pause einlegen. Nichts ist dadurch gewonnen. Die inneren Blockaden gewinnen nur wieder an Kraft und Festigkeit.

„Dein Wille geschehe“ wäre also wirklich eine immer wieder kehrende Einsicht, die in dieser Situation am besten wirkt. DAS gelte es zu lernen, nicht ständig an den Ablagerungen herum zu deuten und sich Hilfe suchen, damit sie schneller und wirkungsvoller entfernt werden können. Glaubt mir, kein Therapeut ist vergleichbar mit der Kundalinikraft, keine Kur wirkungsvoller als ihre innere Arbeit, keine Kraft heilender als Guru Kripa, der Segen eines Meisters, der segnen kann. Alles andere ist Augenwischerei.

Hol dir Unterstützung bei anderen Yogis deines Weges. Du bist nie allein, und meine Meisterin sagte einmal zu uns: „Wenn du durch Initiation (Shaktipat) diesen Weg betrittst, dann bist du nie einsam unterwegs. Du hast nicht nur deinen Guru als Unterstützung. Nein, viele, viele Abertausende, die den Weg vor dir gegangen sind und ihn zu Ende gebracht haben, werden dich unterstützen und dir helfen.“

Auch wenn du dich so fühlst, als würdest du in der Endlosreinigungsschleife festhängen, gib diesem Gefühl keine Bedeutung, vielmehr nähre die Dankbarkeit in dir.

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Frühlingssinne

In unseren Breiten ist ja der Frühling die Zeit, in der alle möglichen Gefühle auftauchen, eben Frühlingsgefühle. Bei mir hat das schon seit meiner Kindheit immer so eine Art sehnsuchtsvoller Reiselust geweckt, vielleicht kennt ihr das ja auch.

Heute morgen, bei Sonnenschein, habe ich daran gedacht und mir das innerlich „angesehen“. Und gespürt, wie die Sinne diesen feinen bis ungestümen Drang „nach außen“ haben, hinaus, hinaus, hinaus. Und dann vielen mir Gegenden von großer Schönheit (für mich jedenfalls) ein, die ich besucht habe, und ich dachte daran, wieder einmal dorthin zu fahren. Und währenddessen tauchte auch etwas anderes in mir auf, so etwas wie: und dann? Aussteigen, die gute Luft genießen, die Augen an der Landschaft weiden, ok, das geht auch ein wenig, ein paar Minuten, und dann? Essen? Wenn das dann mal weg fällt, wie bei mir zur Zeit, was macht man dann?

Oder kennt ihr das Erlebnis, wenn du Essen gehst, in dein Lieblingsrestaurant, und deine Sinne tanzen vor Ekstase und Erwartung, die Augen, die Nase, die Zunge, und dann ist Essen einfacht nicht so prickelnd. Und du merkst, die Hoffnung deiner Sinne, und wenn du dich ihnen wieder einmal ganz hingegeben hast, auch deine Hoffnungen, sind nur begrenzt in Erfüllung gegangen.

Die äußeren Sinnesorgane sind wie der letzte Außenposten von Ich bin Shiva. Sie werden befeuert von den inneren Sinnen, wie die Yogaliteratur das nennt. Diese innere Sinne (jnanendrias genannt) sind viel intensiver, viel klarer, als die äußeren. Daher sind vorgestellte Vergnügungen immer intensiver, als wir sie dann „real“ erleben können. Als ich am Anfang meines Weges war (vielleicht bin ich das ja noch immer :)), hatte ich viele Visionen in der Meditation von Landschaften, durch die ich flog, von einer prachtvollen Schönheit, wie es sie gar nicht im Außen gibt.

Wenn sich dein Geist nur in eine Richtung bewegen kann, dann wirst du versucht sein, dieses Defizit zwischen innen und außen durch MEHR Sinnesgenüsse auszugleichen. Welche Möglichkeit bleibt einem denn sonst? Auch wenn du dich kasteist und versuchst, überaus enthaltsam zu leben, werden die Sinne einen Druck entwickeln, wie ein Drucktopf, den du aus irgendwelchen Gründen nicht von der Herdplatte nehmen kannst. Er wir explodieren oder irgendwie Dampf ablassen, was auch bei Menschen passiert, die versuchen, die Vehemenz der Sinne einzudämmen, während ihr Geist nur nach außen strömen kann.

Es wird, wenn du das genau betrachtest, ich meine, in DIR betrachtest, beobachtest, nie eine Befriedigung der äußeren Sinne geben KÖNNEN. Und da sie wie eine Art sehr enge Schleusen für Bewusstsein agieren, nützen sie sich bei stärker werdendem Druck nach außen immer mehr ab, leiern aus. Und was dann? Man hat nicht gelernt, die Richtung des Geistes auch nach innen zu kehren. So wird man diesem Drang nach außen, der mit zunehmender Unzufriedenheit (was für ein herrliches, deutsches Wort!) größer wird, ganz gleich wie alt du bist, in zunehmenden Maße ausgeliefert sein.

Denn eines ist klar: Von alleine wird sich der Geist nicht nach innen lenken, das muss man wohl trainieren. Yogis nennen das Yoga, oder auch Meditation.

Ich wünsche allen eine wundervollen Frühlingsanfang! 🙂

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„Wahres Wissen liegt jenseits der Worte“ – ja?

So habe ich das vor kurzem gehört. Das hat mir zu denken gegeben, sozusagen.

In diesem Blog war die Sprachproblematik ja schon öfter Thema. Diesmal geht es mir aber nicht um das tatsächliche Sprachproblem, sondern um etwas weniger Theoretisches.

Wenn das „wahre Wissen“ also jenseits der Worte liegt und alle Erklärungsversuche eben nur Versuche bleiben, dann ist Schweigen wirklich gold und Reden silber. Moment, nicht so schnell.

Sehr oft wurde mein Meister auch daraufhin angesprochen. Er erzählte uns auch oft, dass es Heilige in Indien gab, die nicht lehrten, nicht sprachen. Und doch auch so die Wahrheit offenbaren konnten. Wenn ich ihn so reden hörte, dachte ich mir immer „Gott sei dank spricht er!“, mein Verstand würde sich sicher sein eigenen Süppchen aus seinem Schweigen kochen, etwas, was vielleicht mit ein paar Worten entlarvt werden könnte.

Die Frage ist nämlich, wie Graf Dürckheim das in seinem Büchlein „Ton der Stille“ zu sagen pflegt, ob wir als Instrument gut genug gestimmt sind, um diesen Ton der Stille zu hören, der „ewigen Ton“. So wie ein Instrument immer wieder gestimmt werden muss, mit äußeren Eingriffen, Stimmschlüssel, etc., damit es seinen herrlichen Ton entfalten kann, so ist dieser Stimmprozess auch auf dem spirituellen Weg immer wieder von Nöten.

Was also lässt uns diesen im Titel erwähnten Satz sagen? Ich bin jetzt einmal sehr direkt: NUR unser Ego, das seine Interpretationshohheit über unser Leben und alles, was damit zu tun hat, behalten möchte. Wer sich öffnen kann, wessen Ego mit der Zeit ins zweite Glied zurückgegangen ist, der hörte diese Worte AUCH als Wasserfall der inneren Kraft. Ich habe das zum ersten Mal erlebt, als ich eine der sogenannten Kleineren („minor“) Upanishads gelesen habe, wo ich seitenweise Sätze wie „ich bin alldurchdringend“, „ich bin das Leuchten des Lichts“ etc. gelesen habe. Anfangs empfand ich das eher wie eine sich ständig wiederholende Wortkaskade, aber dann, mit jeder Zeit, fühlte ich in mir diese Ahnung aufsteigen, „ja, das bin ICH“, und so wurden aus den Wortkaskaden Wogen der Wonne.

Das ist ein mantrischer Prozess. Auch wenn der Strom nicht die Kupferleitung ist, in der er fließt, auch wenn er existieren kann, ohne die Leitung, und die Kupferleitung ohne Strom ist, wenn der abgeschaltet wird, so bringt uns die Leitung doch den Strom und ohne sie kommen wir sozusagen nicht an ihn heran. Worte sind Träger, von Information, die auch wichtig ist auf dem Yogaweg, aber auch von vielen anderen Dingen. Die Worte meines Meisters waren für mich anfangs wie ununterbrochene Meditationsschübe, was ich damals noch nicht so verstand. Ich fühlte mich nach einer Seite immer schläfrig, es „zog“ mich nach innen, ich wollte nur noch die Augen schließen und meditieren. Seine Worte waren für mich derart aufgeladen, dass ich ihren Inhalt oft gar nicht so mitbekam.

Das kam erst mit der Zeit.

Der Satz, „Wahres Wissen liegt jenseits der Worte“ darf nicht dazu benutzt werden, um sich die Ohren für das Prägungsgeflüster deines Egos frei zu halten. Es ist nur das Ego, dass nichts mehr hören will, muss, sollte, oder wie es auch immer dich dazu überreden möchte, wieder in seiner Endlosschleife deine Bahnen zu ziehen. Nur das Ego will dir verführen, keine Worte mehr aufnehmen zu können. „Ich hab schon genug gehört“, „das weiß ich schon“. All das mag ja auf normale Informationen zutreffen, wie zum Beispiel, wo ein Geschäft liegt oder das Rathaus ist.

Aber auf dem geistigen Weg ist diese Haltung immer, und ich möchte das betonen, IMMER ein Zeichen, dass es der Alleinherrschaft deines Egos an den Kragen geht. Es wehrt sich mit solchen (nur scheinbar) weisen Sätzen wie sie im Titel dieses Artikels stehen. Es igelt sich ein und fährt seine Stachel aus. Manchmal stelle ich mir die Meister vor, wie sie vor diesen Igelkugeln sitzen und mit allen Mitteln versuchen, den Egomuskel, der die Kugel formt und die Stacheln spreizt, zum Loslassen zu bewegen.

Ihre Seligkeit muss schon sehr tief und handfest sein, dass sie da nicht ihren Wortfluss beenden. Meine tiefe Dankbarkeit gilt ihrer, zumindest von mir so empfundenen, Unerschütterlichkeit im Äußern von Worten.

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Ebbe und Flut

Kennst du das auch? Es plätschert so ganz gut dahin in deinem Leben, Job gut, Beziehung gut, Gesundheit in Ordnung, die Familie ist lieb zu dir…. und DANN, dann scheinen sich alle bekannten und unbekannten Verdächtigen darauf verschworen zu haben, gemeinsam diese so angenehme Ruhephase, wo du endlich mal alles richtig gemacht zu haben scheinst, in die Wüste zu schicken?

Es kommt so plötzlich, findest du. Wenn du keine 20 oder 30 mehr bist, kennst du das Spielchen schon, aber trotzdem: Obwohl du genau weißt, dass dass immer nur die Ruhe vor dem Sturm ist, scheinen all die Ereignisse doch diese „begnadete“ Fähigkeit zu haben, dich immer wieder auf dem falschen Fuß zu erwischen. Und dann kommt noch dazu, dass du doch YOGI, YOGINI bist! Jede Meditation ist doch eine Art Vorbereitung auf diese Veränderung der Gesamtwetterlage in deinem Leben.

In solchen Situation ist es wie beim Monsoon in Indien: Ich kann mich an einen Monsoon erinnern, der so Ende Juni (offizieller Mosoon-Termin ist der 15. Juni dort, wo ich gelebt habe) begann, mit Wolkenbrüchen jenseits aller Vorstellung, wie immer. Die Zeitungen titelten: „Wieder einmal brach der Monsoon mit aller Kraft überraschend über Maharashtra herein. Die Behörden versuchen mit Notfallplänen das Schlimmste in den Griff zu bekommen.“ Die Nicht-Monsoon-Erfahrenen hier sollten vielleicht noch wissen, dass der Monsoon normalerweise mit ein paar oder mehr Wochen ununterbrochenem Starkregen anfängt.

Und so geht es allen Menschen. Sie wissen, dass es kommt, aber nicht wann. Bei vielen führt dass sogar dazu, dass sie die Zeiten der relativen Ruhe nicht mehr genießen können, weil sie wie eine innere Spannung aufgebaut haben, mit der sie sich gegen das unvorhersehbare wappnen. Wie traurig. Dann verpasst man auch noch die „karmischen“ Verschnaufpausen.

Das ist wie Ebbe und Flut. Ein indisches Sprichwort sagt, dass der Reichtum eine heiß geliebte Schwester hat, die Armut, und dass die beiden immer gemeinsam ausgehen. Wenn also der Reichtum auf deiner Türschwelle steht und sich zu dir an den Tisch sitzt, dann solltest du wissen, so heißt es, dass seine Schwester, die Armut, unter dem Tisch auf ihren Auftritt wartet. 🙂

Und dann kommt deine yogische Übung ins Spiel. Der erste, große Missverständnis ist, dass man, wenn schon nicht das Eine ohne das Andere haben kann, man dann wenigstens beides abschwächen oder gar abstellen könnte, also ein Leben im Neutralzustand. So viele Hardcore-Yogis probieren das, so viele fromme Christen haben das probiert und dafür mit einem schwer zu verkraftenden Doppelleben bezahlt. Oder mehr noch, sie verachten die angenehme Seite, weil sie erkennen, dass das nur die eine Seite der Medaille ist, und mit ihrer Verachtung erhoffen sie, dass ihnen dieses Aufundab erspart bleibt.

Aber die Weisen sagen uns auch, dass diese Hoffnung vergeblich ist. Meine Meisterin schrieb einmal, dass diese Schwankungen immer da sein werden, ganz gleich, ob man Fortschritte auf dem Weg macht oder nicht.

Wenn die Woge der karmischen Flut aufsteigt, dann gibt es Gefühle von Überwältigtsein, von „Ich-schaff-es-einfach-nicht“. Viele Yoginis und Yogis, die regelmäßig meditieren und das Mantra intensiv denken, haben an dieser Stelle ein großes Problem: Sie verstricken sich (wie es scheint, wie eh und je) in dieser heftigen Woge und merken es erst, wenn die Woge der Flut der Ebbe weicht. Sobald die, wie ich das einmal nennen möchte, karmische Intensität abnimmt, bemerken wir die (unnötige) Verstrickung und können mehr oder weniger schnell von ihr lassen. Die Enttäuschung ist dann meist in der Feststellung, dass man sich doch wieder ganz und gar verstrickt hat. Funktioniert das Mantra denn nicht? Funktioniert die Meditation nicht? Kann ich das nicht? Vielleicht ist ja meine Kundalini-Kraft doch noch nicht erwacht und ich habe mir das alles nur eingebildet. Vielleicht bin ich einfach noch nicht so weit, etc.

Aber, was du dabei nicht bemerkst, ist, dass du es zwar erst im Abklingen der Intensität mitbekommst, dass du wieder gefangen warst in der von dir wahrgenommenen (!) Situation, aber eben es BEWUSST gemerkt hast, nicht, dass es einfach aufgehört hat, weil die Ebbe sich ganz ausgebreitet hat. Der Zeitpunkt der bewussten Wahrnehmung einer Verstricktheit oder besser dieses Gefühls des Verstricktseins rückt immer näher an den Scheitel der Flut heran. Leider bemerken das die Betroffenen meist nicht, weil sich ja die Verstrickung noch gleich anfühlt.

ABER: Der Tag kommt, wenn deine Praxis stetig ist, dass du WÄHREND der Flut, die nicht zu verhindern oder abzustellen ist, merkst, dass du verstrickt bist. Dann wirst du feststellen, dass dieses Verstricktsein sich nicht automatisch oder zwangsläufig einstellt. Du wirst mit der Zeit feststellen, dass es da eine Art Schalter gibt, dessen Bedienung dir immer mehr und immer früher möglich ist. Schließlich ist klar, dass du die Flut bemerkst, wenn sie GERADE ANFÄNGT. Das mag jetzt, wenn du dir selbst wieder einmal auf den Leim gegangen bist, wenig Trost bieten und sich bloß wie eine Verheißung anhören. Aber lass dich zumindest von der Verheißung bestärken, deinen Weg weiterzugehen.

Mit der Zeit ist in der Verstrickung keine Zwangläufigkeit mehr. Das ist die Dämmerung der Freiheit, von der die Yogis seit altersher schreiben und sprechen.

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