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Im Angesicht

des sicheren Todes eines jeden Menschen ist das Leben absurd. Zielstrebigkeit, die Fähigkeit zu planen, das Gegenwärtige in die Zukunft zu projizieren sind schwerlich ernst zu nehmen, wenn man bedenkt, dass das Ende unseres Lebens in diesem Körper völlig unabhängig von allem ist, was wir im Leben für wichtig halten können.

Noch niemand hat wegen noch nicht zu Ende geführter Projekte Aufschub erhalten, so viel ich informiert bin. Dicke sterben genauso wie Dünne, Reiche wie Arme gleichermaßen. Wenn deine Zeit abgelaufen ist, dann nützt all dein Reichtum nichts mehr, all deine Intelligenz, dein Tatendrang und dein Ansehen bei anderen Menschen. Ihren Körper haben bisher noch alle verlassen, die in einem gewohnt haben, freiwillig oder per Rauswurf. Körperseitig ist das Ergebnis bei allen gleich. Am Ende musst du ausziehen.

Niemand fragt dich dann, ob es dir gerade in den Kram passt. Niemand interessieren dann deine Pläne, deine Vorhaben, dein Gestaltungswille, deine Kinder und die Tatsache, dass sie dich brauchen. Es ist völlig belanglos, ändert nichts an deinem Tod.

Ist das nicht faszinierend? Vielleicht denkst du dir jetzt, wenn du regelmäßig in diesem Blog liest, der schreibt doch immer wieder von diesem Thema, vielleicht hat er ja ein Problem damit. Vielleicht ist er vom Tod ja wie besessen. Du etwa nicht? Er steht dir sicher bevor. Viele traditionelle Kulturen ermuntern Menschen, sich damit zu befassen. Wenn man sich sogenannte Naturkatastrophen ansieht, dann wird die Absurdität des Lebens klar. Mitten in was auch immer du tust, kann es dich erwischen, jetzt, morgen, irgendwann. Und nur eines ist klar. Es WIRD dich erwischen.

Und was nützt es einem, wenn man das weiß, wenn man darüber nachdenkt? Ist das nicht zu tiefst deprimierend? Eben nicht! Es ist der größte, der beste, der herrlichste Witz, den man sich nur ausdenken kann. Wenn dir das wirklich klar ist, so wie dir klar ist, dass du existierst, ganz selbstverständlich, dann kannst du dich und deine Probleme einfach nicht mehr so todernst nehmen. Dann planst du vielleicht immer noch, aber doch mit einem Augenzwinkern. Dann erfüllst du und erkennst du deine Verpflichtungen, aber doch nicht mehr mit dieser Bürde von Verantwortung und Pflichterfüllung. Es wird viel lustiger.

Wer sich nicht Gedanken über seinen eigenen Tod macht, für den kommt das Sterben immer ungelegen, zeitlich und situationell unpassend. Auch mit 80, 90, 100 Jahren. Wenn dir der Körper gehörig auf die Nerven geht, wenn es dir immer mühsamer erscheint, in diesem Haus zu leben, wenn es dann so weit ist, ihn zu verlassen, dann passt es halt doch nicht so gut, gerade jetzt, in diesem Augenblick. Aber wenn dir klar ist, dass es gar nicht passen muss, wenn dir klar ist, dass durch dieses Ereignis, Tod genannt, alle anderen Aktivitäten ziemlich unwichtig werden, dann musst du nicht Zeter und Mordio schreien, nur weil es so weit ist. Dann hast du innerlich immer schon deine Koffer gepackt.

Vor Jahre bat mich einmal eine Kursteilnehmerin zu sich ins Krankenhaus. Ihr ging es schlecht, wurde mir gesagt. Als ich sie sah, war klar, dass ihr Körper am Ende war. Sie nicht. Sie war wach und ziemlich klar. Ein paar Sätze lang wollte sie mir noch von den Hoffnungen der Ärzte erzählen, was sie noch versuchen konnten. Ich musste fast lachen. Ich deutete auf ihren Haut-und-Knochen-Körper, mit großem aufgequollenem Bauch und sagte: „Glaubst du, das Ding wird je wieder werden?“ „Nein“, sagte sie, „wohl kaum.“ „Du hast doch ein gutes Leben geführt, du hast deine Pflicht als Mutter, als Partner, als Frau erfüllt. Es ist doch gut. Du kannst doch gehen.“ „Aber es ist so endgültig“, sagte sie.

Wer weiß das schon, und, wen juckt das? Menschen GLAUBEN an ein Leben nach dem Tod. Manche haben das so verinnerlicht, dass sie es „wissen“. Ist das wichtig? Ich finde gar nicht. Einmal kamen Schüler zu ihrem Zen-Meister und fragten ihn: „Meister, sprich mit uns über den Tod. Erzähle uns vom Tod.“ Der Meister erwiderte: „Ja, was soll ich sagen? Davon weiß ich nichts.“ Die Schüler waren erstaunt. „Aber du bist doch ein Zen-Meister!“ sagten sie. „Ja“, meinte er da, „aber kein toter Zen-Meister.“

Jetzt, schon heute und in deiner Situation hilft dir das Wissen darum, dass du aus deinem Körper früher oder später ausziehen musst, ob der Termin gerade passt oder nicht. Alle Verantwortung ist mit dem Moment vorbei, wenn du aus deinem Körper bist. Niemand kann dich dann anklagen, anzeigen, dich bestrafen, dich mobben, niemand kann dich beschenken mit Besitz oder Macht oder kann dir das wegnehmen.

Es gibt im Sanskrit eine Sutra, die übersetzt heißt: „Wie hier, so auch sonst wo.“ Deshalb ist es gut, hier und jetzt ein Leben zu führen, das nicht von heftigen Wünschen und Unzufriedenheiten geprägt ist. Du wirst keine Fleißbildchen bekommen, nur weil du es dir besonders schwer machst (und darunter dann auch noch besonders leidest). Hab keine Angst. Es WIRD zu Ende gehen. 🙂 Das ist die wirklich gute Nachricht. Und die schlechte, wenn du nicht bei Zeiten lockerer wirst. Denk daran: Gescheiterte und Erfolgreiche sterben gleichermaßen. Dumme und Superkluge sterben gleichermaßen. Alte und Junge sterben gleichermaßen. Hässliche und Schöne.

Wenn du die Unverhandelbarkeit deines Todes klar verstanden hast, dann musst du immer wieder schmunzeln, wenn du dir selbst bei den Mühen des Alltags zusiehst, bei deinen Wichtigkeiten und der Belastung deiner Unzulänglichkeiten. Dann wirst du dich immer weniger selbst klein machen, dich selbst nicht mehr verurteilen. Du wirst sehen, wie witzig das alles ist. Und wie die Tatsache, die wirklich einzige, die man im Leben als solche bezeichnen kann, dass dein letztes Stündchen irgendwann einmal schlagen wird, dir im Leben über Tiefen UND Höhen hinweghilft.

Seit mir das klar ist, verstehe ich die Worte meines Meisters: „Am Ende bleibt nur noch Lachen, Lachen, Lachen“ sehr viel konkreter als damals, als ich sie live aus seinem Munde hörte. Was für ein Spiel!

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Tun und Nichttun

Das ist ein Beitrag zu den wunderschönen Kommentaren (zum Artikel „Unausweichlich“) von Norbert und Astrid, da beide Kommentare zusammen ein Dilemma aufzeigen.

Im Zen habe ich zum ersten Mal den Begriff von „Nichttun“ gehört, im Yoga nennen das die Autoren der Schriften „du bist nicht der Handelnde“ und bezeichnen dieses Autorengefühl als „karma mala“, der Makel des Gefühls, zu handeln.

Vielleicht denken jetzt manche, „das ist doch nur esoterischer Quatsch: denn wer macht meine Steuer (das wäre also meine Frage, denn daran sitze ich gerade, wie jedes Jahr, mir leicht schmerzhaft über meine Fähigkeitsbegrenzungen bewusst)? Wer kocht das Essen, wer bringt mein Auto zum Kundendienst? Der Körper ist es nicht, der Geist auch nicht, denn ohne Ich macht auch der nichts.

Viele Menschen erhoffen sich, dem Nichttun, das also große Tugend im Buddhismus verehrt wird, näher zu kommen, in dem sie die Aktivitäten ihres Lebens unter die Lupe nehmen. Sie fangen an, vieles, was sie tun, zu hinterfragen und haben dann ein besonders „spirituelles“ Gefühl. Sie meinen, dass es Handlungen an sich gibt, die nicht spirituell sind, und andere, die es sind. Meist werden solche Bemühungen durch das eigene Naturell immer wieder gestört (wenn du Glück hast!) oder dein Schicksal „funkt“ dazwischen. In solchen Zeiten zerkrümelt dann all das schöne Nichttun.

„Gut“, magst du jetzt sagen, „dann sollte ich vielleicht mit weniger Ego handeln“ (manche sind da schon etwas weiter und wollen „ohne Ego“ handeln). Dann stellst du dein „Egometer“ auf (wo es das zu erwerben gibt, würde mich interessieren), und schickst jede Handlung durch dieses Messgerät. So langsam bekommst raus, wie man das Gerät bedient. Du filterst sozusagen das Ego aus deinem Tun heraus. Meinst du.

Jeder, der das versucht, macht Endlosstrafrunden wie beim Biathlon. Du bewegst dich, schwitzt, wirst vielleicht sogar ziemlich müde, lernst neue Techniken, wie du deine Kurven in diesen Strafrunden besser durchlaufen kannst, aber irgend wohin kommst du nicht. Und was noch schlimmer ist: Du fängst vermutlich auch an, die Taten anderer auch durch dein Egometer zu schicken und wirst zum Egorichter: „Dein Ego ist schon noch sehr stark“ oder „Nimm doch dein Ego zurück“, etc., etc. Dann kommt ja (leider) die Krönung dieser Egometer-Übung: Du merkst, dass du, nach deinem Egometer zu messen, kein Ego mehr hast.

Oh je! Leider finden solche Menschen dann noch Unglückliche, die ihnen diese Fassade abnehmen, als echt und wahr. Dein Egometer ist nur dein Ego, das sich damit sozusagen eine geniale Tarnkappe hat einfallen lassen.

Wie kann man mit diesem Widerspruch umgehen – Tun – Nichttun? Nun, Handeln ist notwendig, das sagt Krishna schon in der Bhagavad Gita. Nicht zu handeln, ist ein Irrtum, der davon zeugt, dass der, der ihn hat, sein Sein noch in erster Linie als Psyche Plus (Handeln, Denken, Fühlen und Persönlichkeit/Charakter) erfährt. Auch wenn dein Verständnis da schon weiter zu sein scheint, es ist noch nicht eingesickert, es durchdringt dich noch nicht. (Ist übrigens kein Problem, wenn man das weiß und einfach weiter macht).

Pragmatik ist da ein Segen. Wenn du merkst, dass bestimmte deiner Handlungsweisen schmerzhaft für dich sind, dann versuche, sie zu ändern. Wenn du merkst, der Aufwand lohnt das Resultat in keiner Weise, dann ändere deine Einstellung diesen Handlungsweisen gegenüber. Bei diesen Veränderungsversuchen solltest du dann deinen gesunden Menschenverstand einsetzen, dir überlegen, ob eine Veränderung wirklich nur Vorteile bringt. Aber das tun ja schon viele. Das Hinnehmen als zweite Möglichkeit verbreitet sich auch langsam unter den Yoginis und Yogis, wobei diejenigen, die noch heftig versuchen, ihre Handlungsweisen umzukrempeln, daran oft kritisieren, dass man „es sich da ziemlich einfach macht“.

Mit der Zeit, und das ist für mich immer noch das Wunder, auch wenn ich es durch und durch begreife, mit der Wirkung der Gnade, der Arbeit der Kundalini (wer nicht weiß, wer oder was das ist, der sollte bitte das Buch Kundalini – die göttliche Kraft von Swami Kripananda lesen!) und deiner Praxis findet ein tiefer, durchdringender Wandel statt: Deine Erfahrung, dein Verständnis von dir selbst, wandelt sich grundlegend. Für mich ist das – was ich ja schon oft geschrieben und beschrieben habe – der wahre mystische Prozess: Du erahnst mit der Zeit, dass du nicht wirklich du bist. Zumindest nicht du, wie du vorher, früher, geglaubt und dich erfahren hast. Mit der Zeit erkennst du, dass du all das HAST, und nicht bist: Gedanken, Gefühle, Handeln, eine Persönlichkeit, einen Charakter. Das kann man zwar lesen und studieren, diskutieren und verstehen, aber das ERLEBNIS davon ist umwerfend. Das Wundervolle dabei ist, dass du erlebst, was alle Meister (die welche waren; muss man heute leider erwähnen) geschrieben haben. Was du vorher als eher abstrakt oder bildhaft beschrieben verstanden hast, wird jetzt deine Wirklichkeit, mehr und mehr. Du entdeckst den WAHREN Prozess des Yoga: Er findet zum Großteil unterhalb der Ebene deines Alltagsbewusstseins statt.

Wenn du den Eindruck hast, dass da jemand unter dem Deckmantel der Mystik irgendwelche Sachen behauptet, die niemand beweisen kann, ist das verständlich. Aber eben: jeder lebt, denkt und redet aus dem Zustand seines eigenen Verständnisses heraus.

Ich weiß inzwischen, nicht nur aus dem Studium und nicht mehr aus Vermutung heraus, dass es diesen Prozess gibt, den du nicht so recht mitbekommst. Vermutlich nicht einmal deshalb, weil er so subtil etc. ist, dass man das halt nicht merken kann, sondern weil du in eine Richtung (im übertragenen Sinne) blickst, während alles in einer ganz anderen stattfindet. Schon einige Zeit denke ich darüber nach, wie man das anders machen könnte, wie man von Anfang an gleich in die richtige Richtung blicken könnte. Bisher habe ich das noch nicht herausgefunden. Alle scheinen das von je her so gemacht haben. DAS ist für mich die wahre Bedeutung des Sutras „Yogische Erfahrungen sind erstaunlich“ aus den Shiva Sutras (1; 12). Das Ergebnis ist unerwartet und nicht vorstellbar, weil man nicht dorthin blicken kann, wovon es her kommt.

Vielleicht, vielleicht kann man es erahnen in der Gesellschaft von Meistern, Heiligen, aber dazu müsste man in der Lage sein, ihnen ganz zu vertrauen, sich ihnen ganz hinzugeben. Unser Ego, das wir ja dann eindeutig als Ich erfahren, müsste aufgeben, Richter dieser Beziehung zu sein. Aber wie soll das gehen? Die Meister warnen uns, vorsichtig zu sein, zu prüfen. Aber wie, ohne das Ego in diesem Prüfungsprozess zu involvieren? (Das geht, wenn man die Texte studiert, die erläutern, wann ein Meister/ein Heiliger sich also solcher bezeichnen kann (Kularnava Tantra spricht darüber).

Nur im Auftauchen von „Ich bin Shiva“ löst sich das Dilemma von Tun und Nichttun. Vorher ist der Weg dahin leider von Missverständnissen gepflastert. Was nicht schlimm ist, wenn man Kurskorrekturen immer wieder erlauben kann. Das Tun einzuschränken ist dabei nicht unbedingt notwendig, aber die innere Aufregung könnte man schon reduzieren. Sonst ertrinkt man noch – zumindest fühlt es sich so an – im Wirbel des nach außen gerichteten Bewusstseins (das die meisten Menschen als „Leben“ erfahren).

Also, handeln ist nicht das Problem. Ich kann auch nicht lernen, egolos zu handeln. Ich kann nur das Mantra wiederholen, die Texte der Meister hören, studieren, darüber nachdenken, meditieren, die Bereitschaft kultivieren, sich belehren zu lassen, immer wieder, immer wieder.

Nichttun ist ein Seinszustand, keine Aktivität oder ein Fehlen dieser. Das ist das entscheidende Verständnis zu diesem Punkt. Insofern sind beide Kommentare zu ihrer Zeit für einen Übenden von Bedeutung. Denn, um mit Norberts Worten zu schreiben: Der Bäcker bin ICH. Das muss am Ende herauskommen.

Ein Kommentar

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Unterhaltungsprogramm – Teil 3: die Bedeutung ungewöhnlicher Vorkommnisse

Also, wenn jemand diesen Blick hat, um den Körper anderer zu erbeben zu lassen, wenn jemand anderen durchs Telefon über Tausende von Kilometer fühlbar die Hand geben kann, wenn jemand eine Stunde die Luft anhalten kann oder Gefühle und Gedanke aufspüren kann, dann macht sich bei den meisten ungläubiges Staunen breit, Ehrfurcht. Jemand zaubert das Eine oder Andere, schaut dabei vielleicht noch bedeutungsschwanger, und Menschen sind zu tiefst erschüttert, sie blicken auf zu solch erstaunlicher Meisterschaft und gehen bereitwillig irgendwelche Wege, die ihnen Menschen, die solche Fähigkeiten zur Schau stellen, aufzeigen.

Mir fällt da die Geschichte des Zen-Meisters Bankei ein, der im 19. Jh. einer der großen Roshis Japans war. Während eines Vortrags soll ein Zuhörer aufgestanden sein und dazwischen geredet haben. Bankei unterbrach und forderte Mann auf, zu erzählen, was er erzählen wollte. „Mein Roshi, mein Meister,“ sagte der Mann, „ist so machtvoll, dass er den Namen Buddhas, des Barmherzigen, Amida genannt, über einen breiten Fluss auf ein Blatt schreiben kann, das jemand auf dem ihm gegenüber liegenden Ufer hochhält, ganz ohne Tusche, nur mit seinen Gedanken!“ Daraufhin soll Bankei herzlich gelacht haben, bis ihm die Tränen kamen. Dann sagte er prustend: „Was für einem Dummkopf bist du denn da aufgesessen? Mein Zustand geht so weit über das hinaus, was du mir geschildert hast. Denn: wenn ich müde bin, dann geh ich schlafen. Wenn ich hungrig bin, dann esse ich.“

Ich kenne diese Geschichte schon sehr lange, und dachte mir früher, dass sie kess und lustig ist. Aber seit einiger Zeit sehe ich das anders. Das ganze „Wunderzeug“ ist für den geistigen Weg maximal ein Einstiegsszenario, wie die Schaubühne vor einem Zelt auf dem Oktoberfest, damit die Leute zur Veranstaltung rein kommen. Diese Fähigkeiten können einen Yogi, eine Yogini wirklich nur zum Lachen bringen.

Mein Meister sagte oft: „Das Wunder ist das, was ist. Mehr Wunder braucht es nicht.“

Menschen können vieles lernen. Wenn du mal versucht hast, 100 Meter unter 10,0 zu laufen, dann wirst du merken, dass das, ohne Üben, genauso unmöglich ist, wie über Wasser zu gehen. Schaut euch mal die Körper dieser Menschen an, die das können. Mit einem normalen Körper haben die genauso wenig gemeinsam, wie mein Opel Astra und ein Formel 1 Auto. Unsere Kultur stuft halt das eine als „Wunderkraft“, das andere als erlernbar und trainierbar ein. In anderen Kulturen werden andere Dinge als Wunder (Flugzeuge!) oder antrainierbar  (Verjüngung und zum Beispiel Schweben, was in Indien schon lange als trainierbar galt) angesehen als bei uns.

Wenn man also diesen Dingen auf dem Leim geht, dann bleibt ICH wirklich verborgen. Auch mit noch so intensiver Hingabe an diese Dinge wird man nur die Verstrickung in dem Pseudo-Ich, wie das die Schivayogis nannten, verstärken.

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